Hegering Bad Zwischenahn
Plattdeutsche Hubertusmesse im historischen Bauernhaus – ein besonderer Abend
Auch in diesem Jahr fand wieder, wie jedes Jahr, die traditionelle Hubertusmesse statt, organisiert von den Jägern des Hegerings Bad Zwischenahn. Diese Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jagd bot einmal mehr ein unvergleichliches Erlebnis in einem ganz besonderen Ambiente.
Das Ammerländer Bauernhaus, das um 1700 erbaut wurde, strahlte mit seiner historischen Atmosphäre eine besondere Ruhe aus. Noch heute hängen über der offenen Feuerstelle die Schinken des örtlichen Fleischers. Für die Messe war das Bauernhaus liebevoll dekoriert: Herbstlaub, Buchen und Gräser wurden vom Eingang bis zur Feuerstelle arrangiert und verstärkten das stimmungsvolle Ambiente.
Die musikalische Begleitung übernahmen die Ammerländer Jagdhornbläser. Sie eröffneten die Messe mit dem „Hunderuf“, während einige Hundeführer mit ihren Jagdhunden durch die Sitzreihen nach vorne zogen und sich dort aufstellten. Das sorgte gleich zu Beginn für viel Aufmerksamkeit und Applaus.
Auch die Grußworte waren wieder ein Höhepunkt. Hegeringleiter Henning Wempen und Arne Brunnee, der seit diesem Jahr der 1. Vorsitzende des Heimatvereins ist, begrüßten die Besucher mit „Hartlik Willkamen un fein, dat ji to de Hubertusmess kamen sünd“. Anschließend übernahm Pastor Hamann die Messe, natürlich ebenfalls auf Plattdeutsch. Mit einer guten Portion Humor, aber auch viel Nachdenklichkeit sprach er in seiner Predigt über aktuelle Themen und den heiligen Hubertus.
Nach der Messe zog es die Besucher ins Freie. Vor dem Bauernhaus warteten Glühwein und Kinderpunsch auf die Gäste – eine willkommene Gelegenheit, um bei mildem Wetter noch ein wenig zu verweilen. Die Jagdhornbläser spielten weiter, und viele blieben, um die Musik zu genießen oder sich mit Freunden, Bekannten und Jägern zu unterhalten.
Die Messe war ein voller Erfolg, und auch in diesem Jahr zeigte sich: Die Veranstaltung zieht jedes Mal mehr Menschen an. Zwar war der Glühwein etwas knapp, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Es war ein Abend, der Tradition und Gemeinschaft perfekt zusammenbrachte – und der bei den Besuchern sicher noch lange in Erinnerung bleibt.
Ann-Catrin Hirsch
Hegering Rastede Nord
Falkenaugen bauen Halbhöhlenbrutkästen
Am 10. November 2024 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord um den zweiten Teil, des von der Gruppe bei der BINGO Umweltstiftung eingereichten Projektes, zu realisieren. Auf dem Programm standen die „Nischenbrüter“ und so sollten an diesem Termin 38 Halbhöhlenbrutkästen gebaut werden. Im ersten Teil des Projektes wurden im Oktober bereits 30 Igelhäuser gebaut.
Als Nischenbrüter werden Vogelarten bezeichnet, die als Nistplatz für ihre Brutzwecke Nischen benötigen. Anders als die Höhlenbrüter oder die Freibrüter legen die nischenbrütenden Vogelarten üblicherweise ihre Nester eben in, ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechenden, Nischen von Felswänden, Geröllhalden, Gebäuden, Bäumen und Böschungen an. Zu den Nischenbrütern werden unter anderem Singvogelarten wie z.B. die Wasseramsel, die Bachstelze, die Gebirgsstelze, das Rotkehlchen, der Grauschnäpper, der Hausrotschwanz und zuweilen auch der Gartenrotschwanz gezählt. Zur Brutplatzunterstützung für diese Vogelarten hat sich der Halbhöhlenbrutkasten bewährt. Welche Vogelart speziell in diesem Nistkasten brüten soll kann aber nicht beeinflusst werden, da es keine Einfluglöcher wie z.B. beim Meisenkasten gibt.
Am Ende der Aktion konnte jedes Gruppenmitglied seinen selbstgebauten Brutkasten mit nach Hause nehmen. Der Nistkasten sollte dabei in einer Höhe von 2-3 Metern an einer Hauswand, einem Balkon oder an einem Schuppen angebracht werden. Am besten unter einem Dachvorsprung im Halbschatten. Die Öffnung sollte vom Haus weg zeigen und für Katzen und Marder nur schwer zu erreichen sein.
Ein großer Fehler ist es auch zu viele gleiche Nisthilfen auf zu kleinem Raum den Vögeln anzubieten. Das führt während der Brutzeit nur zu unnötigen Revierkämpfen und verringert das Nahrungsangebot.
Die Falkenaugen werden am 1. Dezember einen Stand auf dem Delfshauser Weihnachtsmarkt haben. Hier können Interessierte sich über die Aktionen informieren. Auch werden dort noch ein paar Igelhäuser und Halbhöhlenbrutkästen verfügbar sein.
„Die Falkenaugen bedanken sich ausdrücklich bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernommen hat. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich. Des weiteren sucht die Jugendgruppe noch nach Verstärkung. Gerne können sich naturinteressierte Jugendliche, ab einem Alter von 10 Jahren, unter der Telefonnummer 0441/3614 9000 melden.“ sagte Jugendobfrau Regina Wemken.
Lutz Wemken
Chancen für das Rebhuhn im Revier Kayhauserfeld
Viel Herzblut und Arbeit stecken in der Hege des Niederwilds im Revier Kayhauserfeld. Das Gebiet im Ammerland ist für sein vorbildliches Prädatorenmanagement und die zahlreichen Wildäcker bekannt.
Aber fangen wir von vorne an: Die Feldhuhnstation unter der Leitung von Frank Roeles ist vielen bereits ein Begriff. Aufgrund seines guten Rufs erhielten die Pächter Norbert Hillje, Willi Eilers und Werner Borchers im letzten Jahr einen Anruf mit der Frage, ob diese das Revier für ein Forschungsprojekt zur Verfügung stellen würden. Die Entscheidung war schnell getroffen, denn das Revier erfüllte bereits alle vorgegebenen Kriterien. Zu diesen gehörten beispielsweise die Habitatverbesserung, das Anlegen von Brachflächen und ein aktives Prädatorenmanagement. Schon im letzten Jahr wurden im Revier Rebhühner ausgewildert, die in diesem Frühjahr erneut bei der Kitzrettung gesichtet wurden.
In diesem Jahr ist das Projekt durch die Zusammenarbeit mit dem Landesjagdverband Niedersachsen (LJN) und der Tierärztlichen Hochschule Hannover noch umfangreicher geworden. Die Tiere werden nun besendert, um sie mittels Telemetrie später wiederzufinden und wertvolle Daten über ihren Verbleib zu sammeln.
Das Projekt fand auch das Interesse der örtlichen Tageszeitung. So war beim zweiten Termin des Aussetzens in die Auswilderungsvoliere auch die Presse anwesend. Ulrich Voigt und Claudia Maistrelli von der Tierärztlichen Hochschule Hannover brachten zehn Rebhühner ins Revier, von denen fünf mit Sendern ausgestattet wurden. Die Tiere bezogen sofort ihr neues Zuhause. Kaum waren die ersten Rufe der ausgewilderten Rebhühner zu hören, näherten sich bereits einige Tiere aus der Kette, die vor zwei Wochen freigesetzt worden waren.
Die ersten Tage verbringen die Tiere in einer Voliere, in der sie sich an die neue Umgebung gewöhnen. Während dieser Phase werden sie mit Hilfe von Kameras überwacht, um das Verhalten der besenderten Rebhühner genau zu beobachten. Ulrich Voigt betonte, dass die bisherigen Daten zeigen, dass die Tiere durch den leichten Sender nicht beeinträchtigt werden und diesen sogar bei der Gefiederpflege miteinbeziehen. Dank der Sender können die Tiere zwischen sechs Monaten und einem Jahr geortet werden, je nach Batterielaufzeit oder dem Dropoff-Release-Mechanismus, durch den der Sender abfällt.
Am Ende soll durch das Projekt festgestellt werden, ob die Möglichkeit besteht, das Rebhuhn wieder anzusiedeln. An eine Bejagung denkt dabei noch lange keiner.
Ann-Catrin Hirsch
Jagdliches Brauchtum erklingt im Jaspershof in Westerstede. Seit Beginn des Jahres 2024 hört man im Jaspershof Donnerstags am Abend Klangbilder einer neu gebildeten Gruppe die sich der Interpretation von Stücken widmet, deren Aufführungen schon in der Blütezeit des Parforcehornspiels am französischen Hof König Ludwig des XVI. zur Jagd geblasen wurden. Ende der 1960-ziger Jahre wurden die Parforcehörner aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und sind heute Bestandteil des jagdlichen Brauchtums, was sich auch daran zeigt, dass viele Landesjagdverbände inzwischen Landeswettbewerbe für Parforcehorngruppen anbieten und desgleichen der Deutsche Jagdverband
Bundeswettbewerbe ausschreibt.
Das Parforcehorn in Es hat mit seiner über vier Metern
Länge im Vergleich zum Fürst-Pless-Horn mit nur wenig mehr als 1,30 Meter einen entscheidenden Vorteil: Mit dem Parforcehorn sind im mittleren Tonbereich diatonische Tonfolgen blasbar, beim Fürst-Pless-Horn sind es nur wenige Signaltöne. Schon vor fast 400
Jahren wussten die Komponisten damit umzugehen und schufen eine Vielzahl von Jagdsignalen, Vortragsstücken und Fanfaren, die zu höfischen Jagden in Frankreich, später auch in Polen, Österreich und Deutschland erklangen. Sich mit dem Parforcehorn in Es musikalisch auszudrucken ist eine besondere Herausforderung für jeden Interessierten.
Derzeit hat die neu gegründete Parforcehorngruppe der Jägerschaft Ammerland zehn aktive Mitglieder/innen und ist bereits gemeldetes Mitglied der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN). Die Bläserinnen und Bläser freuen sich jedenfalls schon darauf, in naher Zukunft
erste erarbeitete Vortragsstücke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ansprechpartner der Parforcehorngruppe ist Stefan Frankenstein – Tel. 0178 2965865
Kunibert Zirkel
Jägerkurs der DEULA erfolgreich
Am 28. und 29. Oktober 2024 stellten sich 13 Prüflinge des DEULA Kurses der Jägerprüfung, die mit überdurchschnittlichen Leistungen absolviert wurde. Ein Teilnehmer muss das Schießen wiederholen. Als Lehrgangsbester hat Wolfgang Hartl die Prüfung mit einer Gesamtdurchschnittsnote von 1,6 absolviert.
Nach der Übergabe der Jägerbriefe bedankten sich alle Teilnehmer über das großartige Engagement der Ausbilder und die Organisation und Vorbereitung durch die DEULA Westerstede.
Vor und während des Kurses haben sich die Teilnehmer intensiv auf die Prüfung vorbereitet. Geprüft werden die Fachgebiete 1. Tiere, 2. Jagdwaffen, 3. Naturschutz, 4. Wildbret Hygiene und 5 Jagdrecht. Die praktische Vorbereitung erfolgte auf dem Schießstand und auch im Prüfungsrevier.
Ab Frühjahr 2025 wird eine neue Lehrgangsform eingeführt. Der Lehrgang wird nach 10 Wochenenden und mit einem zweiwöchigen Block abschließen. Dabei wird die Prüfung direkt im Anschluss stattfinden. „Mit dem zweiwöchigen Block bleiben wir in jedem Fall in den Ferien, sodass Schüler teilnehmen können. Auch die berufstätigen Teilnehmer/innen benötigen nur zwei Wochen ihres Jahresurlaubes“, erklärt Gerd Wemken. „Für Beschäftigte in der Landwirtschaft, des Gartenbaues und des Forstes, sowie der Lohnunternehmen können bis zu 60% der Kosten gefördert werden“ führt Gerd Wemken weiter aus. Der Vorbereitungslehrgang ist nach dem Bildungsurlaubsgesetz anerkannt.
Die DEULA verfügt über einen digitalen Jagdsimulator, der für die Schießausbildung ein sehr wichtiger Bestandteil ist und auch von Nichtjägern gebucht werden kann.
Die Prüfung wurde durch die Übergabe der Prüfungszeugnisse und Jägerbriefe durch den Kreisjägermeister Christian Schulze Döring abgeschlossen. Für den musikalische Rahmen der Zeremonie sorgten die Jagdhornbläser.
„Mit dem Ausüben des Waidwerkens übernehmen Sie eine hohe Verantwortung“, so Christian Schulze-Döring. „Dabei ist die eigentliche Jagdausübung der kleinste Teil der Aufgaben des Jägers“, so Christian Schulze Döring weiter.
Jeweils vor und in den Ferien führt die DEULA Intensivkurse durch. Weitere Informationen können Sie bei Gerd Wemken 04488/830116 oder unter www.deula-westerstede.de erhalten.
Gerd Wemken
Herbstversammlung 2024
Am 22. Oktober 2024 fand die Herbstversammlung des Hegeringes Rastede Nord statt. Hegeringleiter Lutz Wemken freute sich, dass wieder viele Hegeringmitglieder und Jagdvorstände der Einladung gefolgt waren. Vorgestellt wurden vier neue Hegeringmitglieder: Jutta Ledebuhr, Habbo Lüers, Eike Henkensiefken und Mirco Iwanenko.
Im Bericht des Hegeringleiters informierte Wemken umfassend über die geplanten Änderungen des Niedersächsischen Jagdgesetzes (NJagdG), die das Landwirtschaftsministerium für einen ersten Informationsaustausch veröffentlicht hatte. Des Weiteren wurden die Waffenrechtsverschärfungen, die mit dem Sicherheitspaket der Ampelkoalition, dass am 18. Oktober den Bundestag in der zweiten und dritten Lesung passiert hatte, besprochen. Das sogenannte Sicherheitspaket gaukelt dem Laien einen Gewinn an Sicherheit vor, ist aber nichts weiter als purer Aktionismus. Schlimmer noch: Mit den darin geplanten Verschärfungen des Waffenrechts werden in den Behörden weitere Verwaltungsaufgaben anfallen, die zusätzliches Personal binden. Für den wichtigen Kampf gegen Extremismus jeglicher Couleur und gegen illegale Waffen benötigen Polizei und Ordnungsbehörden mehr Personal und bessere Ausrüstung. Denn bereits jetzt kann die Einhaltung geltender Verbote und Regelungen nur unzureichend kontrolliert oder durchgesetzt werden. Wir haben in Deutschland ein besorgniserregendes Vollzugsproblem, Gesetze und Vorschriften gibt es hingegen mehr als ausreichend.
Die Botschafter der EU-Mitgliedsstaaten haben im September für eine Absenkung des Schutzstatus für den Wolf in der Berner Konvention von „streng geschützt“ auf „geschützt“ gestimmt – darunter auch Deutschland. Die Jägerschaft begrüßt diese Entscheidung als positives Signal und fordert die Bundesregierung auf, die nächsten Schritte hin zu einem aktiven Wolfsmanagement konsequent zu gehen. Weiter wurde berichtet, dass in den letzten zwei Wochen zweimal zu einer Sichtung eines einzelnen Wolfes im Gebiet des Hegeringes gekommen ist. Auch wurde ein Rehriss gefunden, der wohl auf einen Wolf zurückzuführen ist.
Zwei Hegeringmitglieder nehmen zurzeit an einer Schulung der Landesjägerschaft Niedersachsen teil. Ziel der Schulung ist es, Umweltbildungsangebote in Kindergärten und Schulen in Zukunft selbständig durchführen zu können und dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten.
Im Hegering Rastede Nord wurden wieder auf 46 Flächen mit insgesamt 29 ha Blühstreifen angelegt. Die Jagdausübungsberechtigten schätzen die Bestände beim Fasan und Hasen als durchweg sehr gut ein. Scheinwerferzählungen nach dem Häckseln des Maises sollen diese Beobachtungen aber noch bestätigen. Aus den Revieren wurde berichtet, dass mittlerweile nahezu alle Reviere für die Jungwildrettung eine Drohne - wenn es die Wetterbedingungen zulassen - verwenden. „Wir sprechen den Drohnen-Rettungsteams einen großen Dank aus, die von Mai bis Juni in den frühen Morgenstunden die Flächen abfliegen und so das Jungwild retten. Das funktioniert aber nur, wenn die Landwirte frühzeitig den Mahdtermin bekanntgeben“ sagte Wemken.
Lutz Wemken
Hegering Rastede Nord
Falkenaugen bauen Igelhäuser
In diesem Jahr gab es zwar keine BINGO Naturschutzwoche, aber die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord reichte einen weiteren Förderantrag bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen ein. Begeisterung für Natur und Umwelt zu wecken, diesen Kindern und Jugendlichen auf erlebnisreiche und spielerische Art näher zu bringen und so einen Grundstein für umweltgerechtes Handeln zu legen, war das Anliegen der Bingo Naturschutzwoche, welches auch die Gruppe verfolgt. Die Falkenaugen hatten sich mit zwei Projekten beworben. Im Oktober baute die Gruppe gemeinsam 30 Igelhäuser und im November werden 30 Halbhöhlennistkästen gebaut.
Igel gehen in den Winterschlaf, weil ihnen die 6.000 – 8.000 Stacheln auf ihrem Rücken keine gute Wärmeisolierung bieten. Dieses erschwert ihnen die Aufrechterhaltung der Köpertemperatur von 34 Grad Celsius. Auch wird das Nahrungsangebot ab Oktober knapper. Meist gehen Igelmännchen eher in den Winterschlaf als die weiblichen Igel. Das liegt daran, weil sie sich etwas länger von der Jungtieraufzucht erholen müssen. Zuletzt gehen meist die Jungtiere in den Winterschlaf. Diese sollten ein Mindestgewicht von 500 Gramm erreichen, um den Winterschlaf unbeschadet zu überstehen.
Dank der auf ein Minimum herabgesetzten Körperfunktionen können sie damit bis zu einem halben Jahr ohne Futter auskommen. Im Winterschlaf ist ihre Herztätigkeit von ca. 180 Schlägen pro Minute auf etwa 8 Schläge pro Minute verringert; sie atmen lediglich 3- bis 4-mal anstatt 40- bis 50-mal pro Minute. Die Körpertemperatur sinkt von etwa 36 Grad auf etwa 5 Grad ab. Während des Winterschlafs verlieren sie 20 bis 40% ihres Körpergewichts. Den Winterschlaf beenden sie erst, wenn das Nest im Frühjahr über 15 Grad warm wird, was meist im März oder April der Fall ist.
Da Igel immer mehr mit dem Mangel an geeigneten Lebensraum zu kämpfen haben, hat sich die Falkenaugengruppe überlegt, 30 Igelbehausungen zu bauen. Das Igelhaus schafft Lebensraum und die perfekte Möglichkeit für Igel den Nachwuchs geschützt aufzuziehen oder auch den Winterschlaf hierin abzuhalten.
Die Häuser wurden aus 2cm starken unbehandelten Fichtenbrettern hergestellt und verfügen über eine Trennwand im Inneren. Durch diese Trennwand entsteht ein verwinkelter Eingangsbereich, wodurch der Igel vor Katzen und anderen Räubern geschützt ist. Es wurde bewusst auf einen Boden verzichtet. Der Hintergrund ist einfach, Igel graben sich gerne eine kleine Mulde in Ihren Unterschlupf, um sich besser vor Kälte zu schützen.
Das Igelhaus sollte an einer höher gelegenen Stelle aufgestellt werden, sodass sich grundsätzlich keine Feuchtigkeit oder bei starkem Regen Pfützen bilden können. Außerdem sollte der Aufstellort ruhig gelegen sein, damit der Igel nicht gestört wird - am besten in einer Hecke. Richtig wohl fühlt sich der Igel, wenn in der Nähe noch ein Blätter- und/oder Reisighaufen vorhanden ist. Zudem sollte auf das Dach ein schwerer Stein gelegt werden, damit kein Räuber das Quartier umschmeißen kann.
Damit das Igelhaus zu 100 % regenfest ist, haben die Kids auf den Deckel eine Bitumenschweißbahn aufgebracht. So kann das Haus auch langfristig der Witterung trotzen!
„In den nächsten Tagen werden wir die 30 gebauten Quartiere an geeigneten Plätzen einbauen. Die Falkenaugen bedanken sich ausdrücklich bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernommen hat. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich.“ sagte Jugendobfrau Regina Wemken.
Lutz Wemken
Hegering Rastede Nord
Revierübergreifende Entenjagd 2024
Am 5. Oktober fand die alljährliche revierübergreifende Entenjagd im Hegering Rastede Nord statt, zu der auch Mitglieder des Hegeringes Emmerthal eingeladen wurden. Emmerthal ist eine Gemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Die schon seit Jahrzehnten andauernde freundschaftliche Beziehung zwischen dem Hegering Rastede Nord und dem Hegering Emmerthal wird bei solchen Jagden weiter gepflegt und intensiviert. Aber auch für die einzelnen Reviere des Hegeringes ist es schön, die Jagdsaison auf die Wildenten gemeinsam zu beginnen.
Bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken in der Gaststätte Decker hieß Hegeringleiter Lutz Wemken die teilnehmenden Jäger willkommen. In Absprache mit den anwesenden Revierpächtern wurde die Freigabe und die Unfallverhütungsvorschriften bekannt gegeben und die Gäste auf die Reviere verteilt. Es wurden einige Gewässer, an denen zuvor Enten bestätigt worden waren, angegangen. Auf dem nachfolgenden Strich konnte dann auch die ein oder andere Ente erlegt werden.
Nach der Jagd trafen sich die Jäger wieder zentral bei der Gaststätte, um die Strecke zu legen und das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen. Zur Strecke kamen: 26 Stockenten, 3 Pfeifeinten, 1 Krickente und eine Nilgans. Bei gereichten Getränken wurde noch lange diskutiert. „Gefreut hat uns, dass alle Emmerthaler Jäger zu Schuss gekommen sind“ sagte Wemken.
Lutz Wemken