Jägerschaft Gifthorn e.V.
Jägerschaft Gifhorn e.V. – Hegering Hillerse
Ein Schießevent der etwas anderen Art ist das alljährliche Adlerpokal-Schießen des Hegering Hillerse. Bei bestem Wetter trafen sich am Sonntagmorgen etliche Schützen des Hegeringes auf der Schießanlage in Westerbeck. Der Schießobmann Kai Michels hat sich wieder einmal ein paar Besonderheiten überlegt, um auch ungeübten Schützen eine Chancengleichheit einzuräumen. So wurde der laufende Keiler mit Großkaliber geschossen. Der Fuchs, welcher nur halb so groß auf 100 m noch viel kleiner wirkte, wurde vom Sitzstsock über den Stecken geschossen. Nur Wirkungstreffer im Vitalbereich wurden gezählt. Chancengleichheit auch deshalb, weil nur mit der Hegeringhornet jeder 3 Schuss machen durfte. Ein spannendes Unterfangen. Weiter ging es zu den Taubenständen. Während ein normaler Durchgang Trap geschossen wurde, wurde es beim Skeet mal wieder spannend. Es ging auf Stand eins sitzend vom Hocker los. Im weiteren Verlauf flogen die Tauben auch in umgekehrter Reihenfolge und auf Schuss. Die dritte Schrotdisziplin war dann der Kipphase. Da selten genutzt, stellte es für so manchen eine völlig ungewohnte Situation dar. Am Ende hat es allen riesen Spaß bereitet und es wurde viel gelacht. Nach der Auswertung wurde es dann nochmal Spannend. Siegerin in der über 50-jährigen Geschichte des Wanderpokalschießens wurde Marion Klopp mit 169 vom 200 möglichen Punkten und damit erstmal eine Frau. Zweitplatzierter wurde Ulrich Plack mit 132 Punkten. Den dritten Platz belegte Hermann Wiedenroth mit 119 Punkten. Jeder weitere Teilnehmer durfte sich noch einen Preis aussuchen, sodass niemand mit leeren Händen nach Hause ging. Eine gelungene Veranstaltung.
Marion Klopp – Hegering Hillerse
Gifhorner Gun Girls on tour
Die Damenmannschaft der Jägerschaft Gifhorn e.V. hat sich auf den Weg nach Garlstorf gemacht, um am Landeswettbewerb im jagdlichen Schießen teilzunehmen. Die Wetterbedingungen waren optimal und der Schießstand in Garlstorf ist immer eine Augenweide. Wie in den letzten Jahren auch, traten die Damen und ihr Juniorcoach Johannes Meier im Einheitsdress auf und kamen mit guter Laune und höchster Motivation in Garlstorf an. Bereits morgens um 08:00 Uhr wurde mit Skeet begonnen, um gleich im Anschluss Trap zu schießen. Spätestens jetzt waren alle hellwach. Nach einer kurzen Frühstückspause kamen die Kugeldisziplinen an die Reihe. Stets von unserem Juniorcoach begleitet und gut betreut, war die Mannschaft zu jedem Zeitpunkt gut gelaunt und voller Vorfreude auf die Siegerehrung. Die Zwischenzeit überbrückte man mit angenehmem Zusammensein, Erfahrungsaustausch, Essen und Trinken und einem Fotoshooting des LJN. Am Ende kam eine gute Leistung zusammen, sodass die Mannschaft, bestehend aus Stephanie Dührsen, Lilli Günther, Marion Klopp, Nele Möhle, Frauke Müggenburg und Anette Wilkens nur knapp das Podest verfehlte und den vierten Platz belegte. Das trübte die Stimmung keinesfalls, denn es ging gemeinschaftlich auf die Rückreise und im `Partybus´ wurde viel gesungen und gelacht. Ein besonderer Dank geht hierzu an das Autohaus Kühl in Gifhorn, welches uns den Bus zur Verfügung gestellt hat. Eines sei sicher: „Nächstes Jahr kommen wir wieder!“
Marion Klopp
Hegering Papenteich
Kinder ziehen mit Jägern zur Wildtierbeobachtung in die Wälder
Auch in diesem Jahr bestand wieder großes Interesse an der Ferienspaßaktion zur Wildtierbeobachtung mit Jägern des Hegeringes Papenteich.
In seiner Begrüßung betonte Hegeringleiter Henning Meier, dass es ihm ein besonderes Anliegen sei, den Kindern durch diese Aktion die Natur wieder näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren. Während die Kinder früher viel Zeit draußen verbrachten, scheinen sie heute einen eher kleinen Aktionsradius zu haben. Ziel muss es daher sein, sie wieder mehr vom Smartphone und Computer wegzubringen, so Meier.
Bevor es losging, wurde den Kindern vermittelt, dass Ruhe und Geduld gefordert sind, wenn man Rehe und andere Wildtiere zu Gesicht bekommen möchte. Zuerst erfolgte in lockeren Frage-und-Antwort-Spielen mit den Kinder ein Austausch zu verschiedenen Themen, z.B. welche einheimischen Tiere sie kennen, warum die Jagd ausgeübt wird, wie die erlegten Tiere verwertet werden und auch was man wissen und können muss, um einen Jagdschein zu erwerben etc..
Nachdem sich alle Teilnehmer auf Meiers Hof mit Bratwurst, Getränken und Eis gestärkt hatten, ging es mit den Jägern in die nahe gelegenen Reviere zum Abendansitz. Am Ziel angekommen, ging es ausgerüstet mit einem Fernglas, schnurstracks auf die Hochsitze.
Total begeistert von den Eindrücken im Wald kehrten die Kinder mit ihren Jäger zum gemeinsamen Erlebnisaustausch zurück.
Jolina Rakow berichtete ganz aufgeregt, dass sie im Revier Gravenhorst zwei spielende Jungfüchse aus nächster Nähe beobachten konnte. Auch ein junger Rehbock kam ganz nah und weiter entfernt sah sie viele Graugänse auf dem Gerstenstoppel.
Henry Torster konnte beim Ansitz in Rötgesbüttel außer Rehwild mit deren Kitzen sogar ein Kranichpaar, einen Graureiher, Hasen, Fasanen und 40 Graugänse erspähen. Justus Kanaan hatte 20 m von seinem Ansitz entfernt eine Ricke mit Kitz beobachtet und neben vielen anderen Vogelstimmen sogar einen Uhu gehört.
Trotz des trockenen und heißen Wetters bei dem das Wild lieber im schattigen Einstand bleibt und wenn überhaupt, dann erst spät auswechselt, hatten auch die anderen Kinder guten Anblick. Sie berichteten, dass sie Rehwild, Hasen, und verschiedene Vogelarten, wie Mäusebussarde, Gabelweihen, Ringeltauben und Graureiher gesehen hätten. Einige der Kinder erklärten spontan, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder an dieser Aktion teilnehmen möchten.
So endete ein spannender und erlebnisreicher Abend, den die Kinder sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werden und alle Teilnehmer machten sich zufrieden auf den Heimweg.
Alexander Meier
Hegering Hehlenriede
Kinder mit Jägern auf Entdeckungstour
Im Rahmen des Ferienprogramms 2024 hat die Samtgemeinde Isenbüttel mit dem Hegering Hehlenriede eine Entdeckertour Kinder mit Jägern in dem Isenbütteler Jagdrevier von Henning Müller organisiert. Von den 18 angemeldeten Kindern sind vermutlich wegen des sehr unbeständigen Wetters 14 Kinder in Begleitung eines Elternteils gekommen. Auf der zweistündigen Tour durch Felder und Wald sollten die 7- bis 13-jährigen Kinder Einiges entdecken. Zur Begrüßung haben die Jagdhornbläser ‚zum Sammeln der Jäger‘ geblasen. Die erste große Entdeckung gab es auf einem Kartoffelacker. Dort durften die Kinder die Kartoffeln mit ihren Stiefeln und Händen ausbuddeln, was sie mit Innbrunst taten, und waren kaum zum Weitergehen zu bewegen. Am Rande des Ackers stand eine Bache mit zwei Frischlingen, allerdings als Silhouetten aus Blech, die der Obmann für Naturschutz Andreas Winkelmann im Rahmen der Vorbereitung dort platziert hatte. Weiter im Wald konnten die Kinder starke gewichtige Abwurfstangen vom Rotwild finden und unterschiedlich starke Rehgehörne. Zu allen Themen haben die Jäger viele Informationen gegeben und von den Jagdhornbläsern wurden ‚Hirsch tot‘ und ‚Bock tot‘ geblasen. Auch die Waidmannssprache war immer dabei. Viele Fragen wurden von den aufmerksamen, wissbegierigen Kindern beantwortet. Große Begeisterung und Überraschung empfanden die Kinder an der Dachsburg und an den Fegeschäden durch die Rehböcke. Diverse Töne wie Ente, bellender Fuchs, Kitzfiepen und Mauspfeifen waren zu hören. Im weiteren Verlauf führte der einsetzende Regen und das zu erwartende Gewitter für ein Ende der Tour im Wald. Zurück auf dem Bauernhof gab es noch viele Fragen und Antworten. Als die Jagdhornbläser zum Abschluss noch ‚Jagd vorbei‘ bliesen gab das Wetter ein eindrucksvolles Schauspiel: der Regen war vorbei, die Sonne erstrahlte das Getreidefeld nebenan in goldiges Licht, der Regenbogen vor der bedrohlich dunklen Wolkenwand und dann die weit entfernten messerscharfen Blitze in dem gesamten Farbenspektrum. Sicherlich ein unvergesslicher Anblick und Tag für die Kinder.
Andreas Winkelmann