Hegering Wildeshausen

Jahreshauptversammlung 

Nach dem Signal Begrüßung der Jagdhornbläser konnte der Vorsitzende Willi Möser am Donnerstagabend über 60 Mitglieder des Hegering Wildeshausen in der Schießhalle in Bühren begrüßen. In der knapp zweistündigen Versammlung ging er auf politische Debatten über die Jagd ein, die mittlerweile auch von Vorgaben aus der EU geprägt sind. Beim Streckenbericht war im abgelaufenen Jagdjahr wieder ein Anstieg der Nutriastrecke von 74 auf 101 Stück zu verzeichnen. Beim Hasen gab es, wie im Vorjahr, eine Steigerung von 178 auf 234 und beim Fasan von 252 auf 282. Auch die Marderhundstrecke ist von 14 auf 17 weiter gestiegen. Waschbären kamen fünfmal zur Strecke. 

Unter dem Punkt Ehrungen konnten Willi Möser und der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Karl-Wilhelm Jacobi für seine 25jährige Mitgliedschaft Carsten Segelke und Thomas Bosch für seine 40jährige Mitgliedschaft ehren. Für 50jährige Mitgliedschaft wurde in Abwesenheit Gerfried Nordloh geehrt. Auf 60 Jahre Mitgliedschaft können die Ehrenmitglieder Arno Grossmann, Conrad Kramer, Dietrich Müller, Kurt Stöver, Hans Günter Voss, Wilfried Kleine, Günter Müller und Edu Segelken zurückschauen. Wilfried Kleine, Günter Müller und Edu Segelken waren leider verhindert, ihre Ehrung werden sie zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

Bei den Berichten der Obleute wurde vom Hegeringvergleichsschießen berichtet, wobei die Ehrung bereits beim Grillabend erfolgte. Das Drohnenteam konnte auf 255 ha 61 Kitze gerettet. Neu angeschafft wurden kürzlich 10 Kitzboxen, die von Andreas Debbeler gestiftet wurden. Das Jagdhornbläsercorps Wildeshausen hatte im vergangenen Jahr ihr 70jähriges Bestehen und hatte das Kreisbläsertreffen ausgerichtet.

Im nächsten Jahr stehen Neuwahlen an, bei denen ein neuer Vorstand gesucht wird. Wer Interesse an einer Mitarbeit im Vorstand hat, wird gebeten sich beim Vorstand zu melden. Aktuell wäre bereits der Posten „Öffentlichkeitsarbeit“ zu vergeben! 

 Lars Kosten 

Foto: (v.l.) Carsten Segelke, Heiko Wittrock, Karl-Wilhelm Jacobi, Thomas Bosch, Kurt Stöver, Arno Grossmann, Hans Günter Voss, Conrad Kramer, Dietrich Müller und Willi Möser.

Hegering Wardenburg

14 Betonrohrfallen für den Rebhuhnschutz 

Im Rahmen eines vom Niedersächsischen Umweltministeriums geförderten Projektes wurden in einigen Regionen der Projektkulisse auffällig viel Rebhuhnbestände mit Klangattrappen lokalisiert. Für vier betreffende Reviere im Raum Wardenburg (Lethetal) und im Raum Ganderkesee (Welsetal) wurden daraufhin gezielt Betonrohrfallen zum Prädatorenmanagement mit Projektgeldern beantragt, um die Bestände zu erhalten und weiter zu fördern. Ende Januar wurden 14 Betonrohrfallen des Modells „Krefelder Fuchsfalle“ ausgeliefert und von den vier Revieren in Empfang genommen. Weiterhin geplant sind ergänzende Maßnahmen, um auch den Lebensraum der kartierten Rebhuhnbestände entsprechend ihren Bedürfnissen aufzuwerten.

Das Ökologische Kompetenzzentrum Oldenburg Land gUG (ÖKOL) wird das Prädatorenmanagment der Reviere weiter fachlich begleiten und freut sich auf ein gemeinsames Bemühen um den Erhalt und Wiederaufbau der Rebhuhnbestände. Das ÖKOL freut sich über die große Motivation der örtlichen Jägerschaft um den Erhalt dieses selten gewordenen Feldvogels. Geschäftsführer Dr. Josef Kuhlmann und der Biologe Dr. Philipp Krämer vom ÖKOL wünschten den Jäger*innen viel Erfolg bei der Fangjagd.

Das ÖKOL ist eine gemeinnützige Unternehmensgesellschaft bestehend zu je 50% aus der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) als anerkanntem Naturschutzverband und dem Ökologischen Kompetenzzentrum Ammerland-Oldenburg e.V. (ÖKAO).        

Letzteres wurde 2022 auf Initiative von zwei Kreislandvolkverbänden und der Niedersächsischen Kulturlandstiftung gegründet. Unter dem Dach des ÖKOL vereinigen sich 25 Flächennutzerorganisationen sowie 11 weitere Institutionen und Verbände, die sich zum Ziel gesetzt haben gemeinsam Natur,- Arten- und Gewässerschutzmaßnahmen im Oldenburger Land zu planen und kooperativ im Sinne des Niedersächsischen Weges umzusetzen.     

Josef Kuhlmann

Hegering Dötlingen

Dötlinger Jäger halten Jahreshauptversammlung ab

Kürzlich fand im Dötlinger Hof die Jahreshauptversammlung des Hegering Dötlingen statt. Unter der Leitung von Hegeringleiter Manuel Hecheltjen wurden über 60 Mitglieder begrüßt, darunter fünf neue Gesichter, die herzlich im Hegering willkommen geheißen wurden. 

Gleichzeitig wurden besonders langjährige Mitglieder an diesem Abend geehrt: Ralf Eilers (25 Jahre Mitgliedschaft), Heinz-Jürgen Abel, Klaus-Friedrich Bahlke, Peter Coorßen, Gernot Kuhlmann, Wilfried Lüschen (40 Jahre) sowie Jörg Petersen und Ernst-August Bode (50 Jahre) wurden vom Kreisjägermeister Friedrich Hollmann für ihre Treue eine Ehrennadel und eine Urkunde der Landesjägerschaft überreicht. Zusätzlich erhielt Ernst-August Bode die Ehrenmitgliedschaft.

Ein zentraler Punkt der Versammlung war die verstärkte Aufgabe der Jäger, sich um verunfalltes Wild zu kümmern, bedingt durch eine erhöhte Fallwildquote bei Dam- und Rehwild. Rund 30 Prozent der Jahresstrecke war im letzten Jahr auf Autounfälle zurückzuführen. Jäger haben in diesen Fällen die Aufgabe sich um das verendete Wild zu kümmern oder verletztes Wild nachzusuchen. Ebenso wurde sich über die hohe Bedeutung der Jagd auf invasive Arten wie Nutria ausgetauscht. Die Wasserratte kommt ursprünglich aus Südamerika und unterhöhlen Uferbereiche und Deiche. Nicht zuletzt das Hochwasser im Januar zeigte, wie wichtig die Bejagung der Nutria für die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz ist.

Besonders erfreulich war die Rekordteilnahme von 73 der 144 Vollmitglieder am Hegeringsvergleichsschießen im vergangenen Jahr, was die Verbundenheit und das Engagement innerhalb des Hegerings unterstreicht. Schießobmann Nils Petersen gab den Termin für das Reviervergleichsschießen vom 12.-15. Juni bekannt. 

Stellvertretend für den Drohnen-Obmann Stefan Kunst berichtete Hegeringleiter Manuel Hecheltjen über die Kitzrettungseinsätze im Jahr 2023. Insgesamt wurden über 440 Hektar abgesucht wobei zahlreiche Kitze sowie Fasanen- und Enteneier gerettet wurden. Diese erfolgreichen Rettungsaktionen verdeutlichen das Bestreben des Hegerings, einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz der heimischen Tierwelt zu leisten. Dazu berichtete der Naturschutz-Obmann Torsten Flügger von weiteren erfolgreichen Maßnahmen zur Förderung der heimischen Tierwelt, darunter die Anlage von ca. 300 Wildgehölzen im Revier Klattenhof. Zudem machte er Werbung für den Lindenlehrpfad, den Olaf Schachtschneider vor rund sieben Jahren ins Leben gerufen hat. Wenn jemand einen passenden Ort in seinem Revier dafür kennt, solle man sich bei Olaf Schachtschneider aus Aschenstedt melden.

Zuletzt informierte Hundeobmann Enrico Scudlo über die Ausbildung von acht Jagdhunden im letzten Jahr und ermutigte Interessierte, sich für die Ausbildung in diesem Jahr zu melden. Bläser-Obmann Otmar Wolters gab einen Rückblick auf die 70-jährige Geschichte des Bläsercorps und kommende Veranstaltungen, wie das Bläsercamp für Kinder und das Konzert des Bläsercorps in der Konzertmuschel Wildeshausen am 7. Juli, bekannt. 

Ann Böries 

Foto: Kreisjägermeister Friedrich Hollmann (links) und Hegeringsleiter Manuel Hecheltjen (rechts) gratulierten Wilfried Lüschen, Klaus-Friedrich Bahlke, Ernst August Bode und Jörg Petersen (v.l.n.r.) zum Mitgliedschafts-Jubiläum.