Hegering Barsinghausen feiert 75 zigsten Geburtstag.
Barsinghausen: Noch unter der Britischen Besatzungsregierung wurde der Hegering am 12. Januar 1949 gegründet. Erster Hegeringleiter war August Osterwald, dem weitere 8 folgten. Nachdem das Jagdhornbläsercorps Calenberg unter Leitung von Kathrin Wülfrath die Signale „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ geblasen hatten, begrüßte Hegeringleiter Dr. Wolf-ram Klöber die zahlreichen Gäste auf dem Firmengelände „Deister TOP“ am Winning Häuser Weg. Bei herrlichem Sommerwetter konnten die Gäste bei Kaffee und Kuchen die Feier beginnen. Deisterjäger Theobald hatte deftiges zu bieten. Seine Wildbratwürstchen dufteten schon von weitem. Auch Kreisjägermeister Paul- Eric Stolle kam mit seinem „Bratortgrill“ mit 9 aufgespießten Spießbraten.
Für die gut 300 Gäste waren zahlreiche Aktionen im Angebot. Auf einer Trophäenwand waren die besten und kuriosesten Bocktrophäen der letzten 75 Jahre ausgestellt. Das Infomobil der Jägerschaft und die Kitzrettung begeisterten die Besucher. Ein Clown zauberte für die aufmerksamen Kids. Eine Hüpfburg und Trettraktore wurden von den Kindern ausgiebig genutzt. Hinter der großen Halle war Platz fürs intuitive Bogenschießen auf Scheibe oder Tierattrappen. Mit einem Schmied konnten kleine Hufeisen geschmiedet werden. Hannover Tresore aus Leveste gaben Auskunft über den Umbau des Waffen-schranks auf Digitalschlösser. Hilfe gibt es auch beim Öffnen bei Verlust des Schlüssels. Den Brunftruf des Hirsches ahmte Immo Ortleb perfekt nach. Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Jagdhornbläsercorps Calenberg mit seinem Programm und am Abend die Schaumburger Muskanten. DJ. Futzi unterhielt bis spät in die Nacht die letzten Gäste mit Tanzmusik.
Auf 182 Mitglieder ist der Hegering in den letzten Jahren angewachsen. Sie setzen sich für Naturschutz und den Erhalt der heimischen Tierwelt ein. Das Ziel ist eine nachhaltige Nut-zung der Bestände und ein verbessertes Wildtiermanagement.
Axel Mewes
75 JAHRE HEGERING BARSINGHAUSEN - EINE BEEINDRUCKENDE TRADITION DES NATURSCHUTZES UND DER JAGD
Es war ein Fest vom und für den Hegering Barsinghausen. Am Nachmittag des 1. Juni haben wir mit ca. 350 Gästen unser 75-jähriges Jubiläum gefeiert.
Mit einem großen Kinderprogramm, dem Zauberclown „Der große Tobini“, einem echtem Schmied, dem Trettraktorparcours und einer Hüpfburg. Eine Trophäenschau der besonderen Art zeigte das Beste aus 75 Jahren. Die Jägerschaft war mit dem Infomobil vertreten und Drohnenpilot Philipp Hölzl zeigte den Einsatz der Drohne aus unseren Rehkitzrettungen. Herr Immo Ortleb war nicht nur mit seinem Stand dabei, sondern gab als bekannter Hirschrufer auch auf der Bühne sein Bestes. Die Landesforsten zeigten auf ihrem Stand alles zum Thema Bäume und Baumarten. Auf der Rückseite der Festhalle haben viele die Möglichkeit genutzt, das Bogenschießen direkt auszuprobieren. Auch die Firma Hannover Tresore war vertreten.
Musikalisch begann die Feier damit, dass alle anwesenden Jägerinnen und Jäger mit Horn die klassischen Signale „Sammeln der Jäger“ und Begrüßung vorführten. Am Nachmittag zeigten der Jagdhornbläsercorps Calenberg sein ganzen können, womit er am folgenden Sonntag auch die Landesmeisterschaft gewinnen konnte. Ab 18 Uhr starteten die Schaumburger Musikanten und zeigten ihr ganzes Können und ihre einzelne Klasse. Leider waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so viele Gäste dabei wie gehofft, was die Schaumburger aber zu Höchstleistungen antrieb. Sie verließen kurzerhand ihre Bühne und kamen direkt zu ihren Zuhörern an die Tische. Danach übernahm dann DJ Futzi und lud alle auf die Tanzfläche ein. Um 2 Uhr war dann das Fest zu Ende.
Kulinarisch wurden die Gäste von einem reichhaltigen Kuchenbuffet verwöhnt. Anschließend gab es Wildbratwurst vom Deisterjäger Theobald aus Wennigsen und Spießbraten von Paul-Eric Stolle.
Alle Gäste waren begeistert von diesem rundum gelungenen Fest.
An alle geht ein großer Dank.
Wolfram Klöber
Hegering Calenberg
Mit acht Jagdschützen war der Hegering bei der diesjährigen Bezirksmeisterschaft im kombinierten Schießen unter der Leitung von Bezirksschießobmann Sven Kleissendorf auf dem Schießstand „Am Oberg“ vertreten. Das Wetter und eine hervorragende Organisation auf einem perfekt vorbereiteten Schießstand versprachen einen spannenden Wettkampf um die begehrten Platzierungen. Michael Ksiazyk konnte dabei mit der Mannschaft Hannover-Land I den 2. Platz belegen. Unser Schießobmann Ralf Fricke belegte in der kombinierten Wertung der A-Klasse ebenfalls einen 2. Platz. Eine Übersicht über alle Ergebnisse der Kreismeisterschaft sind über den folgenden Link abrufbar: www.ljn.de
Mit einer Tombola für alle Teilnehmenden ging der Tag zu Ende. Einmal mehr zeigte sich das Organisationsgeschick des Bezirksschießobmanns, der dafür äußerst hochwertige Preise einwerben konnte. Über den Hauptpreis, ein Leica-Fernrohr mit eingebautem Entfernungsmesser, konnte sich unser Hegeringleiter Bernward Wagner freuen.
Ein großer Dank geht nicht zuletzt an das Team des Schießstands „Am Oberg“ und die vielen ehrenamtlichen Helfer, die mit ihrem engagierten Einsatz zu dieser gelungenen Meisterschaft beigetragen haben.
Dieter Schmidt
Hegering Barsinghausen
Artenvielfalt durch Fuchsjagd
Die Fuchsjagd ist in Deutschland immer wieder ein strittiges Thema. Auch zum diesjährigen Fuchsansitz des Hegerings Barsinghausen gab es im Vorfeld Grund zur Diskussion und Hegeringleiter Dr. Wolfram Klöber konnte einige wichtige Argumente für die Raubwildjagd gegenüber Anschuldigungen von PETA vorbringen. Gerade in diesem verregneten Winter mit Hochwasser und großflächigen Überschwemmungen hatten es Hase, Rebhuhn und Fasan schwer und waren leichte Beute - ein guter Grund, das Raubwild kurzzuhalten. Dieser Aufgabe stellten sich Jägerinnen und Jäger der Hegeringe Hannover-Land e.V.. Aus dem Hegering Barsinghausen waren rund 40 Jägerinnen und Jäger am Wochenende des 24./25. Februar aktiv und konnten 17 Füchse und einen Waschbären zur Strecke bringen – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Auch in diesem Jahr konnten in den Revieren 15 Jungjäger und Jäger ohne eigene Jagdgelegenheit die Jagd auf den Fuchs ausüben. Am Naturfreundehaus erwiesen wir dem erlegten Wild die letzte Ehre und Hegeringleiter Dr. Wolfram Klöber überreichte den erfolgreichen Schützen ihre Brüche. Die Szenerie wurde traditionell durch die Jagdhornbläser abgerundet. Bei einer heißen Suppe und netten Gesprächen ließen wir das Jagdwochenende gemütlich ausklingen.
Text: Kim Bierbrauer, Schießobmann
Wolfram Klöber
Jägerschaft Hannover-Land e.V.
Schulung für Naturvermittler
In der heutigen Zeit, geprägt von Technologie und Urbanisierung, wird oft die Verbindung des Menschen zur Natur vernachlässigt. Diesem Trend entgegenzuwirken und das Bewusstsein für unsere heimische Tierwelt zu stärken, hat sich die Jägerschaft Hannover-Land zur Aufgabe gemacht. Eine der wirksamsten Methoden, um dieses Ziel zu erreichen, ist das Infomobil, ein mit Präparaten ausgestatteter PKW-Anhänger, der die Schönheit und Vielfalt der heimischen Fauna auf eindrucksvolle Weise präsentiert.
Um das Infomobil-Team zu erweitern und so auch häufiger einzusetzen fand eine Schulung statt, geleitet von Werner Burose, Horst Glaubitz, Alexander Witt und Mario Roth. Das Schulungs-Team vermittelte wertvolles Wissen über die lokale Flora und Fauna sowie effektive Methoden der Naturvermittlung. Die Schulung stieß auf großes Interesse: 21 Personen nahmen teil – alle hochmotiviert, das Infomobil als Instrument der Umweltbildung einzusetzen. Denn die Jäger sehen es als ihre Verantwortung an, nicht nur zu jagen, sondern auch Wissen zu vermitteln und das Bewusstsein für die Natur zu schärfen.
Das Infomobil selbst ist eine faszinierende Einrichtung, die sowohl Kinder als auch Erwachsene gleichermaßen begeistert. Ausgestattet mit lebensechten Präparaten, Schaukästen mit Insekten, Fühlkisten, Fellrätseln und vielem mehr, bietet es eine Vielzahl von interaktiven Lernmöglichkeiten. Besonders beeindruckend ist die lebensgroße Präparation des Wildschweins "Bruno", die die Kinder immer wieder fasziniert.
Die Einsätze des Infomobils in Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Veranstaltungen sind stets ein Erfolg. Durch die Vielfalt und Spannung der Ausstattung werden die Besucher immer wieder aufs Neue begeistert. Die Kinder nehmen gerne die angebotenen Broschüren und Stundenpläne mit nach Hause, als Erinnerung an eine lehrreiche und unterhaltsame Erfahrung.
In einer Zeit, in der der Kontakt zur Natur oft verloren geht, erweist sich das Infomobil der Jägerschaft Hannover-Land als unverzichtbares Werkzeug, um Wissen zu vermitteln, Interesse zu wecken und das Bewusstsein für die heimische Tierwelt zu stärken. Mit engagierten Schulungen wie dieser wird das Team hinter dem Infomobil noch besser darauf vorbereitet, diese wichtige Aufgabe zu erfüllen und einen nachhaltigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz zu leisten.
Mario Roth
Hegering Calenberg
Jahreshauptversammlung
Zur Jahreshauptversammlung des Hegerings Calenberg mit Hegeschau konnte Hegeringleiter Bernward Wagner am 14.03.2024 wieder zahlreiche Mitglieder sowie den Kreisjägermeister Paul-Eric Stolle begrüßen. Im Rahmen seines Grußworts berichtete Stolle über die aktuellen jagdpolitischen Themen bzw. Entwicklungen. So wurde aufgrund der extremen Hochwasserlage in weiten Teilen der Region Hannover am 28.12.2023 gemäß § 32 Niedersächsisches Jagdgesetz für die betroffenen Hochwassergebiete die Notzeit ausgerufen. Im Rückblick war es die einzig richtige Entscheidung, betonte Stolle, die auch in der Presseberichterstattung auf eine positive Resonanz gestoßen ist.
Wagner berichtete über die jagdlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen des Hegerings im vorigen Jagdjahr. Bei dem revierübergreifenden „Taubentag“ und den „Raubwildwochen“ konnten die Erwartungen übertroffen werden. Das schon traditionelle Grünkohlessen und der vorweihnachtliche Skat- und Knobelabend fanden wieder großen Anklang.
Schießobmann Ralf Fricke stellte die Wettkampfergebnisse im jagdlichen Schießen vor. Wie schon in der Vergangenheit haben die Jagdschützen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene den Hegering mit sehr guten Ergebnissen vertreten.
Dr. Moritz Freiherr von Münchhausen stellt anschließend die zusammen mit Heiner Schild und Paul-Eric Stolle vorgenommene Bewertung der Trophäen vor. Dazu führte er aus, dass Rehwild im Rückblick zu früheren Jahren deutlich stärker veranlagt ist. Insbesondere seien sehr starke Jährlinge zu verzeichnen. Gold ging an das Revier Linderte (Erleger Friedrich Busse) für einen Bock mit einem Alter von über 5 Jahren und einem abnormen Gehörn - verursacht durch eine Verletzung. Silber ging an das Revier Weetzen (Erleger Christoph Burchard) für einen ebenfalls starken 5-jährigen Bock. Mit Bronze wurde das Revier Wilkenburg (Erleger Hans-Heinrich Schnehage) prämiiert.
Neu aufgenommen wurden 6 Jungjäger, die im letzten Jahr die Jägerprüfung abgelegt hatten.
Dieter Schmidt
Hegering Barsinghausen
Mitgliederversammlung
Dr. Wolfram Klöber begrüßte am 8 März 60 Mitglieder und Gäste. In den letzten Jahren kann ein stetiger Anstieg von Mitgliedern verzeichnet werden, so kann sich der Hegering über 14 neue Mitglieder freuen. Klöber berichtete über aktuelle Themen wie dem Runden-Tisch Deister mit der gesamten Moutainbiker-Problematik. Highlight des Jahres wird die Feier zum 75-jährigen Jubiläums sein. Dieses soll gebührend mit den Mitgliedern, deren Familien und Freunden und benachbarten Hegeringen gefeiert werden. Die Feier ist für den 1. Juni geplant.
Die Streckenergebnisse 2023/2024 zeigen einen positiven Trend bei der Bejagung von Prädatoren. Die vom Hegering organisierten Jagden haben daran einen nicht unerheblichen Anteil. Die Strecken für Fuchs und Krähen steigen seit drei Jahren. Dieses Jahr scheidet nach 16 Jahren der langjährige Schriftführer Dieter Stephan aus dem Vorstand aus. Klöber bedankte sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit und sein großes Engagement während seiner Mitgliedschaft im Vorstand. Zum neuen Schriftführer wurde einstimmig Philipp Hölzl gewählt, der bisher Obmann für Digitales war.
Ein Höhepunkt war der Vortrag von Naturfotograf, Jäger und Redakteur Eike Mross über „Fotographie bei der Jagdausübung“, besonders auf dem Hinblick der digitalen Medien. Wertvolle Tipps und Anregungen konnten aus dem Vortrag mitgenommen werden.
Text: Nadine Führer-Pätzold, stellv. Hegeringsleiterin, Fotos: Philipp Hölzl, Schriftführer
Wolfram Klöber
Hegering Calenberg
Aktiver Artenschutz für unser Niederwild mit Büchse und Falle
Zwei Wochen wurde in den Revieren des Hegerings intensiv das Raubwild mit der Büchse beim Ansitz am Luderplatz und den sich bietenden Lockinstrumenten sowie der Falle bejagt. Leider wurden auch in diesem Jahr die Raubwildwochen von teils kräftigen Winden und Regenfällen beeinträchtigt. Zudem gab es im Vorfeld einige Irritationen durch einen Aufruf der Aktivisten von PETA mit dem Ziel, die Raubwildbejagung zu verbieten. Die Begründung für ein Verbot war so haarsträubend fehlerhaft wie die jüngste Forderung von PETA, Karussell-Tiere zu ächten. Nachdem die Thematik auch von der örtlichen Presse aufgegriffen wurde, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es durch PETA-Aktivisten oder andere Gruppen wie der „Animal Liberation Front“ zu Aktionen mit dem Ziel der Störungen des Jagdbetriebes und des Abschlussfrühstücks oder zu Sachbeschädigungen von Jagdeinrichtungen und Fahrzeugen kommen könnte. Vor diesem Hintergrund wurden die örtlichen Polizeikommissariate im Vorfeld über die Sachlage informiert, um bei den präventiven Streifenfahrten ein besonderes Augenmerk auf diese mögliche Gefahrenlage zu richten. Zudem stand Hegeringleiter Bernward Wagner in einem ständigen Kontakt mit der Polizei. Zum Ende der Schwerpunktbejagung konnte glücklicherweise „Keine besonderen Vorkommnisse“ gemeldet werden.
Neben der allgemeinen Lebensraumverbesserung für die bedrohten Tierarten wie Feldhase, Fasan, Rebhuhn oder Singvögel, wie Lerchen und Kiebitze, um nur einige Bodenbrüter zu nennen, ist die Prädatorenregulierung mit Büchse und Falle aktiver Artenschutz, der die bedrohten Bestände positiv beeinflussen kann. Erste Erfolge kann der Hegering auch schon durch vermehrte Sichtung von Fasanen und Rebhühnern melden. Hier gilt ein besonderer Dank auch an die Region Hannover und die Jägerschaft Hannover-Land, die die Reviere bei der Fallenbeschaffung monetär unterstützt haben.
Die Gesamtstrecke bei den Raubwildwochen belief sich auf 15 Füchse, 5 Waschbären und 2 Marder. Die symbolische bzw. virtuelle Strecke wurde brauchtumsgerecht zu Ehren des erlegten Wildes und der Natur von den Jagdhornbläsern des Hegerings verblasen. Wagner richtete seinen herzlichen Dank an die teilnehmenden Reviere, die zum Gelingen beigetragen und den revierlosen Jägern bzw. Jungjägern eine Jagdgelegenheit ermöglicht haben. Der Abschluss der Raubwildtage fand wie schon im letzten Jahr bei einem von Anja und ihrem Team vorbereiteten tollen, reichhaltigen Frühstücksbuffet in der Sportgaststätte „Treffpunkt“ in Ihme-Roloven statt.
Dieter Schmidt