Hegering Kirchdorf

Fuchswoche 

Im Januar fand die erste Fuchsjagdwoche im Hegering Kirchdorf statt. Am Sonntag wurde die Strecke nach dem Morgenansitz gelegt und von der neu formierten Bläsergruppe des Hegering Kirchdorf standesgemäß verblasen! Im Anschluss gab es ein reichhaltiges Frühstück in gemütliche Runde mit vielen spannenden und unterhaltsamen Jagdanekdoten. Es nahmen 31 Jägerinnen und Jäger aus dem Hegering Kirchdorf teil. Insgesamt kamen in der Woche 21 Füchse, 1 Dachs und 2 Marder zu Strecke. Leider haben nicht alle teilnehmenden Reviere ihr erlegtes Raubwild mitgebracht.

Nils vom Felde

Hegering Sudwalde

Fuchswoche

Quasi zum Abschluss des Jagdjahres 2023/24 fand im Hegering Sudwalde in der Zeit vom 19. bis 28. Februar 2024 zum siebten Mal eine „Fuchswoche“ statt.

Eine nachhaltige Niederwildhege erfordert eine intensive Raubwildbejagung. Vor diesem Hintergrund haben sich alle 11 Reviere im Hegering an der Fuchswoche beteiligt. Neben der Baujagd bot sich zu dem gewählten „Mondtermin“ der Einzelansitz an; übrigens eine gute Gelegenheit um auch Jungjäger in das Jagdgeschehen mit einzubinden.

Zum Abschluss der Fuchswoche fand dann ein gemeinsames Streckelegen statt; auf der Strecke lagen sieben Füchse, ein Steinmarder und ein Nutria.

Bei einem gemütlichen Beisammensein mit entsprechendem Erfahrungsaustausch fand die Fuchswoche dann ihren Ausklang.

Helmut Denker 

Hegering Kirchdorf

Hegeringsversammlung

Am Samstag den 09.03.2024 fand unsere Hegeringversammlung in Kuppendorf statt. Vorweg gab es traditionell Rehgulasch mit Klößen und Rotkohl. Der Vorstand des Hegering Kirchdorf konnte 40 Mitglieder zur Versammlung begrüßen. Begleitet wurde die Versammlung von unserer Bläsergruppe. Für langjährige Mitgliedschaft in der Landesjägerschaft Niedersachsen wurde Gerd Sandmann (40 Jahre) geehrt. 

Bild: (v.l.n.r.) Wilhelm Stelloh, Nils vom Felde, Hegeringleiter, Willy Meyer, 50Jahre und Ehrenmitglied Dr. Rüdiger Schliwa, 50 Jahre

Nils vom Felde 

Jägerschaft Grafschaft Diepholz e.V.

Jahreshauptversammlung

Der 1. Vorsitzende der Jägerschaft Grafschaft Diepholz e.V. (Südkreis des LK DH), Stefan Schwier konnte ca. 200 Mitglieder zur jährlichen Hauptversammlung im Gasthaus Hartje, Varrel willkommen heißen. Die Bläsergruppe begleitete die Veranstaltung mit Ihren Vorträgen. Namentlich begrüßte Schwier den Kreisjägermeister Thies Zimmermann, Jägermeister Cord-Hinrich Hespe sowie Sabrina Stenzel von der Jagdbehörde des LK DH. Besonders lobte er den Einsatz von Horst Obenhaus und Christiane Schulpig für das herrichten und präsentieren der 625 Trophäen.

Den Streckenbericht, der auch die Bestandsdichte unserer heimischen Wildtiere widerspiegelt, trug Cord-Hinrich Hespe vor. Beim Rehwild wurden 2216 Stück erlegt, davon eine sehr hohe Zahl von 861 Stück Fallwild (Wildunfälle, Risse). Diese Strecke ist 15% weniger als im Vorjahr und das niedrigste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. Beim Schwarzwild (Wildschwein) ist in Gesamt-Niedersachsen die Strecke in den letzten drei Jagdjahren um 51% zurückgegangen. Entgegen diesem Trend wurde im Südkreis des LK DH mit 318 erlegten Stücken 20% mehr Schwarzwild erlegt als im Vorjahr. Erfreulich ist zu berichten, dass die Fasanen-, sowie auch die Hasenstrecken um ca. 20% gestiegen sind und die Bestände sich zu erholen scheinen. In einer wildbiologischen Untersuchung des ITAW (Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung) der TIHO Hannover werden für die Zielarten Fasan und Feldhase die habitatverbessernden Maßnahmen im ökologischen Kontext bewertet. Die Qualität des Lebensraums in Verbindung mit der Prädation (Beutegreifer) scheint eine große Bedeutung für die Bestandsentwicklung einzunehmen. 

48 neue Jungjäger haben im letzten Jahr erfolgreich die Jägerprüfung abgelegt.

Geehrt wurden:

Janika Henke und Fiona Holthus mit dem Hundeführerabzeichen Erstlingsführerinnen von Jagdhunden mit erfolgreich bestandener VGP (Verbandsgebrauchshundeprüfung)

Fritz Halves mit der diamantenen Anstecknadel für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Landesjägerschaft Niedersachsen

Andreas Schlüsche mit der bronzenen Verdienstnadel für Verdienste in der Kinder- u. Jugendarbeit sowie Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Marcel Holy referierte über ein neues Rebhuhn-Schutzprojekt. Es ist das einzige Bundeslandübergreifende Schutzprojekt in Deutschland da es sich von Diepholz südlich bis nach Nordrhein-Westfalen erstreckt. Die niedersächsischen Jäger engagieren sich seit Jahrzenten für den Schutz des Rebhuhns, sei es durch die Anlage von Blühflächen, den freiwilligen Bejagungsverzicht oder die Prädatorenbejagung. Von den 202 Stück Rebhühner Verlusten im Projektgebiet konnte nachgewiesen werden, dass alle 202 Stück Prädatoren zum Opfer gefallen sind. Auch wenn das Hauptaugenmerk der Studie auf den Rebhühnern liegt, profitieren auch Fasan, Hase, Brachvogel und andere Bodenbrüter von den Erkenntnissen und Anstrengungen des Projekts. 

Thorben Müller, Obmann Öffentlichkeitsarbeit berichtete über einen neuen kostenfreien WhatsApp Info Kanal der Jägerschaft, der natürlich auch allen naturinteressierten Nichtjägern offensteht:

https://whatsapp.com/channel/0029VaORMufAe5VuD9MEtJ0g

< einfach den QR-CODE scannen

Die neue Mitgliedszeitschrift "Blattzeit", die von der Landesjägerschaft Niedersachsen herausgegeben wird, bekommt jedes der 59.000 LJN-Mitglieder im April kostenfrei zugesendet. Sie erscheint 8-wöchentlich, die online Ausgabe sogar monatlich. 

durch die Vernetzung der Drohnenpiloten in der Jägerschaft Diepholz via WhatsApp konnte abgefragt werden, dass mindestens 466 Stück Rehkitze und Damwild-Kälber vor der Mahd von Grünland und Grünroggen gerettet werden konnten.  Darüber hinaus auch unzählige kleinere Wildtiere wie z.B. Junghasen und Gelege von Bodenbrütern. In Naturschutzgebieten wird hier auch eng mit dem BUND und dem NUVD zusammengearbeitet. 

Zu dieser Zahl hinzugerechnet werden müssen noch die Wildtiere, die von Landwirten, Jägern und Helfern mit eigenen Drohnen oder ohne Drohne gerettet werden konnten, z.B. durch das manuelle Absuchen von Wiesen und Feldern.

Insgesamt lobt die Jägerschaft die sehr gute Zusammenarbeit und Kommunikation von Landwirten, Jägern und Drohnenpiloten. Es soll zeitnah darauf hingearbeitet werden, dass gerettete Wildtiere zahlenmässig genau erfasst werden, beispielsweise zusammen mit der Wildtiererfassung WTE.

https://www.wildtiermanagement.com/wildtiererfassung/anlass-zielstellung

Der LK DH ist ASP frei. Die Fälle treten vermehrt im Osten auf. Die Jäger werden dazu angehalten auch von jedem Stück Fallwild (alles was nicht erlegt wurde) Blutproben an das Veterinäramt zur Untersuchung zu senden um einen evtl. ASP Fall sofort zu entdecken. 

Bei erlegten Wildschweinen wird zusammen mit einer Trichinenprobe auch eine Blutprobe entnommen und zum Veterinäramt gesendet.

Aus "Neues zur Entnahme von Proben zur Trichinenuntersuchung" 2005 schreibt das Niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz: "Bei der Trichinenprobenentnahme handelt es sich um eine hoheitliche Aufgabe. Zur Übermittlung der erforderlichen Kenntnisse, Rechte und Pflichten ist eine Schulung der genannten Jagdausübungsberechtigten durch die Veterinärämter erforderlich, die darüber eine amtliche Teilnahmebestätigung ausstellen. Die Veterinärämter sind aufgefordert, zusätzlich bei den Schulungen auch Ausführungen zum Schweinepestmonitoring zu machen" 

Thorben Müller