Hegering Isernhagen
Baumpflege für den Artenschutz
Im Januar führte der Hegering Isernhagen eine Baumpflegeaktion durch. Eine Imkerin aus dem Hegering gab den Anstoß. Auf ihrem weitläufigen Grundstück in Isernhagen stehen 22 Weiden, die in regelmäßigen Abständen gepflegt werden wollen. Durch einen kurzen Rundruf konnten sieben Jäger und zwei jugendliche Helfer für die Aktion gewonnen werden. Bei bestem Wetter begannen die Arbeiten der mit Säge und Kneifer „bewaffneten“ Jäger.
Kopfweiden stellen einen wertvollen Lebensraum für Kleinstlebewesen dar, die einschlägige Fachliteratur berichtet von bis zu 180 Insektenarten, die eine Weide bevölkern können.
In älteren Weiden entstehen oftmals Hohlräume, welche von Steinkauz und weiteren höhlenbrütenden Singvögeln, allen voran Meisen und Rotschwänzchen, gern genutzt werden.
Zudem stellen die blühenden Weidenkätzchen im Frühjahr eine erste Nahrung für Bienen dar.
Grund genug für die örtlichen Jäger, diese wichtige Naturschutzaufgabe zu übernehmen.
Eine solche Pflegemaßnahme sollte alle drei bis fünf Jahre durchgeführt werden, damit die Weidenäste nicht zu lang werden. Bei älteren Weiden kann das Gewicht der Äste so groß werden, dass der Baum auseinanderbricht. Die vegetationsarme Zeit zwischen November und Februar ist der richtige Zeitraum für so einen Pflegeschnitt, danach dürfen Bäume in der freien Natur wegen der beginnenden Brutzeit ohnehin nicht mehr beschnitten werden.
Neben den Bienen, Käfern und Höhlenbrütern profitieren auch noch weitere wildlebende Tiere von dem Rückschnitt der Kopfweiden: Einige Äste bleiben zwischen den Stämmen als so genanntes Proßholz liegen. Hasen und Rehe knabbern liebend gern die weiche Rinde ab.
Am Nachmittag gab es zum Abschluß in der Imkerküche eine warme Suppe zum Dank für diese gelungene Naturschutzmaßnahme der Jäger aus dem Hegering Isernhagen.
Werner Knackstedt
Hegering "Das Große Freie"
Raubwildwoche
Schon zum zweiten Mal richtete der Hegering Das Große Freie rund um den ersten Vollmond im Januar, dem sogenannten Wolfsmond, unter der Regie des stellvertretenden Hegeringleiters Jan Bennwig eine Raubwildwoche aus. Erfreulicherweise gab es auch in diesem Jahr eine sehr gute Beteiligung der einzelnen Jagdreviere, in die auch viele Jungjägerinnen und Jungjäger sowie revierlose Jägerinnen und Jäger als Gäste mit einbezogen wurden. Durch Einzel- und Gemeinschaftsansitz, gemeinsame Aktivitäten rund um die Kunstbauten und auch durch die Fangjagd konnten so in der Zeit vom 20. – 27. Januar insgesamt 31 Füchse, 1 Waschbär und 3 Marder zur Strecke gebracht werden. Den geselligen Abschluss bildete wieder das Legen und Verblasen der Strecke, das wieder durch die Bläserinnen und Bläser des Jagdhornbläsercorps Das Große Freie unter der Leitung von Meike Unger unterstützt wurde. Auch in diesem Jahr wurden kleine Preise unter den erfolgreichen Jägerinnen und Jägern ausgelobt. Die größte Einzelstrecke konnte in diesem Jahr Daniel Bartels aus dem Revier Bilm verzeichnen. Gestärkt durch Wildbratwurst und mit dem Erzählen der Jagdgeschichten verbrachten alle Anwesenden einen fröhlichen Abend und es gab reichlich Gelegenheit zum Austausch zwischen den einzelnen Revieren. Die nun schon im zweiten Jahr so erfolgreiche Aktion soll auch im kommenden Jagdjahr wieder durchgeführt werden.
Hartmut Scholz
Pflanzaktion der Jägerschaft: Naturschutz und Hege für die Tierwelt
Am 24. Februar 2024 fand in Röddensen eine beeindruckende Pflanzaktion der Jägerschaft Burgdorf statt. Gemeinsam mit rund 60 Teilnehmern, darunter auch viele Kinder, wurden insgesamt ca. 700 neue Pflanzen auf einem weitläufigen Erdwall angepflanzt. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz und zur Artenvielfalt.
Die gepflanzten Sträucher – darunter Hundsrose, Schlehe, Weißdorn, Liguster, Besenginster, Vogelbeere und Haselnuss – werden zukünftig einen wertvollen Lebensraum für unzählige Wildtiere, Singvögel und Insekten bieten. Die positiven Auswirkungen dieser Aktion sind vielfältig:
Deckung und Schutz: Die dichten Sträucher dienen als Versteck und Schutz für Wildtiere vor Raubtieren und Witterungseinflüssen.
Nahrung: Die Blüten, Beeren und Samen der Sträucher sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.
Biotopverbesserung: Durch die Anpflanzung entsteht ein vielfältigeres Biotop, das die Artenvielfalt fördert.
Die Jägerschaft Burgdorf bedankt sich herzlich bei allen Helfern, die diese Aktion so tatkräftig unterstützt haben! Wir sind stolz darauf, dass wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Tierwelt leisten konnten. Die Pflanzaktion in Röddensen zeigt, wie wichtig es ist, den ländlichen Raum aktiv zu gestalten und für die Natur zu sorgen.
Jan Adam
Jungjägerausbildung: Jagd ohne Hund ist Schund
Im Rahmen der Jungjägerausbildung ist das Jagdhundewesen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum „grünen Abitur“. Susanne Baum, Vorsitzende und Hundeobfrau der Jägerschaft Burgdorf, unterrichtet die Kurzsteilnehmer der Jägerschaft Burgdorf in mehreren Einheiten zu diesem Thema. Eine besondere Unterrichtseinheit ist auch in diesem Jahr wieder der „Praxistag“ gewesen, der am Samstag, den 06. Januar 2023 in Otze stattfand.
Die Arbeit des Hundeführers in der Praxis wurde im Revier veranschaulicht. Einen Anschuss erfolgreich identifizieren und kennzeichnen, den Hund ansetzen und die Fährte arbeiten lassen, den Jagdbegleiter ausbilden für Fährtenarbeit und Verlorenbringen oder ganz vorne angefangen, den richtigen Jagdhund auswählen. In Kleingruppen konnten die Teilnehmer ihr erlerntes Wissen an verschiedenen präparierten Anschussstellen anwenden und vertiefen.
Als Highlight ging es um das Ansprechen und Kennenlernen von verschiedenen Jagdhunderassen. Insgesamt 26 verschiedene Jagdhunderassen waren mit ihren Hundeführern zusammengekommen und haben die Ausbildung an diesem Tag zu etwas sehr besonderen gemacht. Vielleicht ist die Auswahl des ersten eigenen Jagdhund für den ein oder anderen jetzt etwas näher gerückt. Umrahmt wurde die Ausbildung von einigen Jagdhornbläsern, die den musikalischen Rahmen gaben. Ein herzlicher Dank gilt allen Hundeführern, die so tatkräftig unterstützt haben!
Jan Adam
Hegering Wedemark
Hegering betreibt aktiven Naturschutz
Der Hegering Wedemark engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Bereich des Natur- und Umweltschutzes. Unter anderem betreuen wir das "Schwarze Moor" bei Resse und sind Mitglied im Aktionskreis Hannoversche Moorgeest.
An mehreren Terminen im Jahr, bei den sogenannten Mooraktionswochen und diversen Entkusselungsaktionen wird hierbei unter tatkräftiger Hilfe von zahlreichen Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassen, Hegeringmitgliedern und anderen freiwilligen Helfern das Moor von ungewolltem Bodenbewuchs befreit.
Es geht hierbei in erster Linie darum, das Moor frei von Bäumen und Sträuchern zu halten, damit Wollgras, Heide, Moos und Co. genügend Licht bekommen. Durch die Wiedervernässung der hannoverschen Moorgeest kann sich so das ursprüngliche Moor wieder neu bilden und die angestammte Flora und Fauna zurückkehren.
In der Zeit vom 05.02. - 07.02. wurde diese Aktion mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Mellendorf und der IGS Mellendorf durchgeführt. Bemerkenswert und besonders hervorzuheben ist das Engagement, mit dem sich die jungen Menschen Jahr für Jahr an diesen, körperlich durchaus anspruchsvollen Arbeitseinsätzen, beteiligen!
Die letzte Aktion vor dem Beginn der Brut- und Setzzeit fand am 24.02. mit freiwilligen Helfern aus dem Hegering statt. Alle vom Hegering ausgerichteten Aktionen werden unter bewährter und fachkundiger Anleitung unseres Obmanns für Naturschutz, Folke Hein, durchgeführt.
Wobei gerade bei diesen wichtigen Projekten auch mit anderen Naturschutzverbänden -Hand-in-Hand- zusammengearbeitet wird! Dankenswerter Weise wird der Hegering Wedemark hierbei auch durch die Jägerschaft Burgdorf e. V. finanziell unterstützt, um die Helfer mit entsprechenden Hilfsmitteln und Werkzeugen ausstatten zu können.
Christian Wronna
Hegering „Das Große Freie“
Hegemaßnahme für Rebhuhn, Fasan und weitere Arten
Im Jahr 2023 startete der Hegering das Projekt „Futter für Feldhühner“, mit behördlicher Genehmigung zur Sommerfütterung, um die Population von Rebhuhn und Fasan zu stärken. Beide Arten benötigen für die Aufzucht der Küken eiweißreiches Kerbtierfutter, dass in Ackerrandstreifen zu finden ist. Häufig findet sich aber in diesen sogenannten Feldrainen nicht mehr ausreichend Pflanzenbewuchs, der kleinen Insekten Lebensraum bietet. Hinzu kommt, dass ein starker Prädatorendruck durch Füchse, Waschbären und Marder die Hühnervögel bedroht und schließlich auch die großen Landmaschinen für manchen Vogel den Tod bringen, wenn er nicht schnell genug ausweichen kann. So wurden von den insgesamt 12 Revieren im Großen Freien über 100 Futtereimer bestellt, an geeigneten Plätzen, wie z. B. Blüh- und Brachflächen, verteilt und regelmäßig kontrolliert und befüllt. Dies kam den Feldhühnern als zusätzliche Nahrungsquelle zugute. Im Jahresverlauf wurden die Standorte angepasst an die Gegebenheiten der Landwirtschaft immer wieder neu gewählt. Wichtig, da die Tiere so kurze Wege zum Futter haben. Parallel wurde durch aktive Bejagung der Prädatoren der Druck auf die Hühnervögel verringert, und das schon seit Jahren. Hinzu kamen günstige Wetterbedingungen im Brut- und Aufzuchtzeitraum der Fasanen und Rebhühner. In den besonders trockenen Zeiten wurde an den Futterstellen zusätzlich Wasser angeboten. All das wirkte sich positiv auf die Überlebensrate der Küken und Elterntiere aus, und in den Revieren zeigten sich infolgedessen stärkere Feldhuhnbesätze als in den Vorjahren. Durch verschiedene öffentlichkeitswirksame Maßnahmen machten die Mitglieder des Hegerings Das Große Freie auf das Projekt aufmerksam und konnten so weitere Gelder für den Ausbau der Niederwildhege einwerben. Mittels einer Zählung wurden die Feldhuhn-Bestände vor und nach der Maßnahme erfaßt und es konnte ein Zuwachs von fast 50 % bei den Fasanen und bei sage und schreibe 70 %& bei den Rebhühnern beobachtet werden. Die Hegemaßnahme „Futter für Feldhühner“ kann damit uneingeschränkt als großer Erfolg gewertet werden, zur Stabilisierung der Bestände beitragen, und wird mit Einverständnis des Jagdbeirates auch in diesem Jahr fortgesetzt.
Hartmut Scholz
Hegering Wedemark
Aktion Schilderbau
Am Samstag, dem 16.03.24, trafen sich zahlreiche Revierpächter/ Mitjäger in Elze, um die von der Gemeinde Wedemark und der Jägerschaft Burgdorf gesponserten Hinweisschilder mit entsprechenden Halterungen zu versehen.
Es geht hierbei um Hinweisschilder bzgl. der Leinenpflicht, anlässlich der bevorstehenden Brut- und Setzzeiten.
Insgesamt 150 Schilder wurden in einer bespielhaften Gemeinschaftsaktion, dank der finanziellen Unterstützung durch den Naturschutzbeauftragten der Gemeinde Wedemark, René Rakebrandt und der Jägerschaft Burgdorf e. V., im Vorfeld hergestellt! Diese galt es nun, zur besseren Erkennbarkeit, auf einem Untergestell zu montieren.
Wie sagt man so schön: "Viele Hände - schnelles Ende...!"
Zur großen Freude des Hegeringleiters Christian Wronna und seines Stellvertreters, Eckart Sievert, erschienen zahlreiche Jägerinnen und Jäger auf dem Hof der Familie Ohlau in Elze, um tatkräftig mitzuhelfen. Dorit und Alex Ohlau waren nicht nur Mitinitiatoren der Schilderaktion, sie stellten auch uneigennützig Platz, Werkzeug und Räumlichkeiten zur Verfügung, um notfalls auch bei einsetzendem Regen geschützt zu sein. Glücklicher Weise war das Wetter auf unserer Seite und die Schilder recht schnell fertiggestellt.
Jägerinnen und Jäger aus insgesamt -17- Revieren des Hegering Wedemark beteiligten sich an dem Arbeitseinsatz und konnten ihre Schilder, dank der o. g. finanziellen Unterstützung, kostenlos mitnehmen, um sie in ihren Revieren aufzustellen.
Nach dem reibungslosen Ablauf gab es als Belohnung eine Stärkung mit leckeren Wildbratwürstchen, die vom Hegeringleiter zur Verfügung gestellt und persönlich gegrillt wurden. Eine tolle Aktion, die zur Nachahmung empfohlen wird!"
Christian Wronna
Rot- und Schwarzwildring Burgdorf – Uetze
Todeszäune
Wolfsabweisende Zäune zum Schutz unserer Weidetiere müssen eine Mindeststromspannung von 2500 Volt aufweisen und verschrecken so auch manches andere Wildtier, wie z.B. Reh, Hase, Wildschwein und Hirsch, wenn es beim Aufsuchen der Äsungsflächen oder Passieren der altbekannten Wechsel zu einer versehentlichen Berührung kommt.
Für manches kleinere Tier kann diese Berührung tödlich verlaufen, was Funde von verschmorten Igeln oder Hasen unter den Drähten belegen. Das scheint aber sowohl den „Naturfreunden“ als auch den Politikern egal zu sein…. einzig das Ziel verfolgend, die vielen Wölfe von den Weidetieren fernzuhalten, wird alles andere außer Acht gelassen.
Doch auch für größere Wildtiere gehen Gefahren von den Weidezäunen aus. So wird seit 2020 allein in der Region Burgdorf jährlich mindestens ein qualvoll verendeter Rothirsch und mehrere tote Rehböcke gefunden, die sich unfreiwillig beim „Gämmeln“ mit den lose eingezäunten und über Spätherbst und Winter draußen gelassenen Litzen von Weiden verfangen haben und damit in die „Draht-Falle“ getappt waren. Nach oft tagelangem Todeskampf verenden die Tiere durch erwürgen, Genickbruch, ertrinken oder gefesselt durch Verhungern und Verdursten. Auch ausgediente Forstgatter sollten wieder aus der Landschaft entfern werden.
Daher unser Appell an alle Weidetierhalter – bitte holt über Winter die Drahtlitzen rein. Auf Wiesen, die nicht mehr als Weide für Rind, Pferd und Schaf genutzt werden, sollte der Zaun komplett entfernt werden. Aktive Zäune sollten immer stramm gespannt sein, um das Risiko für ein Verfangen der Wildtiere so gering wie möglich zu halten
Hartmut Scholz
Hegering Wedemark
Spaziergang mit Hund
Am 01. April beginnt die Brut-. Setz- und Aufzuchtzeit und damit verbunden, der gesetzlich verankerte Leinenzwang. Das heißt, innerhalb des Zeitraumes 01.04. – 15.07. dürfen Hunde nur angeleint in der freien Natur geführt werden. Ein Umstand, der Jahr für Jahr zu unnötigen Diskussionen und unschönen Situationen führt. Um über den Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Regelung aufzuklären, hatte der Hegering Wedemark alle Interessierten (egal ob mit oder ohne Hund) zu einem „Spaziergang mit Hund“ eingeladen. Unter dem Motto: „Wir wollen nicht meckern und belehren, sondern aufklären und informieren“, konnten Hegeringleiter Christian Wronna, Revierpächterin Diana Wronna und der Naturschutzobmann Folke Hein insgesamt fünfzehn neugierige Damen und Herren begrüßen, die der Einladung gefolgt waren. Darunter auch acht „Nichtjäger“ mit ihren Hunden.
Bei dem zweistündigen Spaziergang rund um den Mühlengraben in Bissendorf wurde allen Beteiligten vermittelt, warum es so wichtig ist, ihre Vierbeiner in den nächsten drei Monaten nicht von der Leine zu lassen. Nebenbei gab es natürlich auch noch ausführliche und spannende Informationen über die heimische Flora und Fauna und auch Fragen rund um das Thema Jagd wurden ausführlich behandelt und beantwortet: „…das hier ist meine tägliche Runde, aber ich habe hier heute jede Menge Neues erlernt und sehr interessante Details erfahren“ ; „…das war wirklich sehr bereichernd, was ich hier heute von den Jägerinnen und Jägern des Hegerings gehört habe…!“
Diese und ähnliche Aussagen waren der Lohn für eine schöne Hunderunde.
Fazit: Ziel erreicht!!!
Christian Wronna
Hegering „Das Große Freie“
Hegeringversammlung erstmals im Visier in Lehrte
Anfang April fand die Hegering-Jahresversammlung des „Großen Freien“ samt Hegeschau erstmalig im Visier in Lehrte statt. Präsentiert wurde eine kleine Hegeschau aus dem letzten Jagdjahr, die durch Fotografien von heimischen Tieren, die freundlicherweise wieder von Kathrin Bode zur Verfügung gestellt wurden, eine wunderschöne Ergänzung fand. Die musikalische Umrahmung gestaltete das Bläserkorps des Großen Freien unter der Leitung von Meike Unger. Hegeringleiter Hartmut Scholz eröffnete die Veranstaltung und bedankte sich zunächst bei Familie Adolf Winter, deren inzwischen geschlossene Gaststätte „Zur Linde“ in Bilm über Jahre der traditionelle Veranstaltungsort gewesen ist.
Anschließend berichteten Scholz und sein Stellvertreter Jan Bennwig den Mitgliedern und Gästen von den Aktivitäten aus dem vergangenen Jagdjahr. Dies waren u.a. die Ferienpassaktion, eine Ausstellung über die Jagd im Großen Freien im Regionalmuseum in Rethmar, die Präsenz mit Infomobil und Drohne beim Spendenlauf auf dem Golfplatz Rethmar, die Betreuung der Ferienkids in Ilten, revierübergreifende Jagden auf Krähe und Raubwild zum Schutz des Niederwildes, die gemeinsame Wildtiererfassung und Rebhuhnhege sowie gemeinsame Schießtrainings und Weiterbildungs-Angebote. Auch über die an der Basis zum Teil schwer nachvollziehbare Jagdpolitik wurde gesprochen. Es folgte ein Ausblick zu den Planungen für dieses Jahr. In Kürze wird z.B. das Info Mobil der Jägerschaft bei der Wirtschafts-Woche vom 26.4. bis 28.4. in Lehrte auf dem Schützenplatz dabei sein. Hier kann auch wieder das Wolfspräparat der Jägerschaft bewundert werden.
Ein kleiner Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von drei langjährigen Treibern mit der Stocknadel der Landesjägerschaft. Die Auszeichnung wurde den jagdlichen Helfern aus den Ortschaften Ahlten, Haimar und Lehrte für ihr langjähriges Engagement auf den Gesellschaftsjagden und ihren Einsatz für die Natur in den Gemarkungen überreicht. Weitere Ehrungen gab es für die Jagdpächter der Reviere Adolfshof, Evern und Bilm für nachhaltige Hege in den jeweiligen Revieren.
Auch die Obleute kamen zu Wort und berichteten über die Aktivitäten aus dem letzten Jahr. Kathrin Unger konnte wieder vielen Hundeführerinnen und Hundeführern, die mit Fleiß und Freude an den Übungsstunden teilgenommen haben, zur erfolgreich bestandenen Prüfung gratulieren und ihnen ein kleines Geschenk für die vierbeinigen Jagdhelfer überreichen. Meike Unger berichtete über ein besonderes Highlight, das 25-jährige Jubiläum des Jagdhornbläserkorps des Großen Freien, das im September 2023 auf dem Hof von Karl Busch in Ilten gefeiert werden konnte. Zu Gast waren Bläsergruppen aus nah und fern, die den Besuchern ein wundervolles Jagdkonzertbereiteten. Für dieses Jahr sind wieder einige Wettbewerbsteilnahmen geplant. Aber auch Anfänger sind jederzeit herzlich willkommen.
Die mit weit über 100 Teilnehmenden sehr gut besuchte Veranstaltung fand ihren harmonischen Abschlussdurch ein von Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens stellvertretend für die Gäste ausgesprochenes Dankeswort an die Organisatoren und ein „Horrido mit Musik“.
Hartmut Scholz/Sabine Scholz de Wall
Hegering „Das Große Freie“
Hecken sind Lebensräume
Unter diesem Motto pflanzten Lehrter Jäger und Jägerinnen über 1.000 Sträucher wie Weißdorn, Rotdorn, Schwarzdorn, Hundsrose, Schneeball, Berberitze und Liguster und legten damit auf fast einem Hektar Fläche den Grundstein für neue Rückzugsorte für Wildtiere. „Mit dieser Maßnahme möchten wir neue Biotope für unsere heimische Tierwelt und schaffen“ sagt Hartmut Scholz, „unsere Jagdgenossenschaft und die Volksbank Lehrte haben die Pflanzen gesponsert“.
Der Hegeringleiter im Großen Freien erläutert, dass die bepflanzten Flächen sich unmittelbar an Ausgleichsflächen bzw. extensives Grünland anschließen und damit räumlich prädestiniert für eine solche Maßnahme sind. Wenn im Frühjahr als erstes der Schwarzdorn blüht, werden sich auch für Insekten neue Lebensräume bieten. „Wir haben in den letzten Jahren viel für unser Niederwild wie Rebhuhn, Fasan und Hasen getan. Dazu gehört die Biotopgestaltung durch Ackerrand-und Blühstreifen, die Winterbegrünung von Ackerflächen, die Heckenpflege und -pflanzung, die behördlich genehmigte Fütterung der Hühnervögel und auch die Raubwildbejagung.“ Um die alten und neuen Rückzugsorte für die Tiere wirklich attraktiv und sicher zu gestalten, bitten die Lehrter Landwirte und Jäger alle (Hunde-)Spaziergänger, die Ackerrandstreifen nicht als Spazier-und Gassi-Wege zu missbrauchen, damit diese Ausgleichsmaßnahmen der Natur auch in der gedachten Weise zugutekommen können. „Ackerrandstreifen sind keine Wege“ appelliert Scholz. „Hier setzt die Ricke ihr Kitz, legt der Hase seine Jungen ab, und dort brüten auch das Rebhuhn und die Feldlerche. Auch das Wild braucht seine Ruhezone“.
Hartmut Scholz/Sabine Scholz de Wall