Hegeringe Rastede Nord und Süd
34 Jahre revierübergreifende Fuchsjagd
Hegeringe Rastede Nord und Süd blicken auf lange Tradition
Mitte Januar fand die revierübergreifende Fuchsjagd der Hegeringe Rastede Nord und Süd statt. Diese wird bereits seit 34 Jahren durchgeführt. Vertreter aus den Revieren trafen sich mit den Hundeführen des Teckelclubs Ammerland e.V. bei der Gaststätte „Küpker“ in Hankhausen. Die Hundeführer wurden in sieben Gruppen, den Vertretern der Reviere zugeordnet. Jede Gruppe kontrollierte die ihnen zugeordneten Kunst- und Naturbauten. Zur Bergung der Hunde bei schwierigen Einschlägen stand ein mobiler Minibagger bereit. Für den Jagdtag wurde zudem eine Tierarztpraxis in Bereitschaft versetzt, um eventuell geschlagene Hunde tierärztlich versorgen zu können. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Strecke legen und dem anschließenden Schüsseltreiben, zu dem die Hundeführer und der Maschinist des Minibaggers natürlich eingeladen wurden. Auf diesem Weg bedankten wir uns für die hervorragende Arbeit der Hunde und die Erfahrung der Hundeführer.
An der Jagd beteiligten sich 19 Reviere. Es wurden 46 Natur- und 28 Kunstbaue kontrolliert. Dabei kamen fünf Füchse (vier Fähen und ein Rüde) und zwei Nutria zur Strecke. Drei Fuchsfähen kamen im Hegering Rastede Nord und das restliche Raubwild im Hegering Rastede Süd zu Strecke. Die Strecke führten die Jäger auf das gute Wetter zurück. Bereits im Vorfeld kam viel Raubwild durch die Fangjagd zur Strecke. Über eine extra eingerichtete Koordinationsstelle konnten sich die Gruppen austauschen um sich ggf. gegenseitig zu unterstützen.
Hegeringleiter Lutz Wemken bedankte sich bei dem ehemaligen Kreisjägermeister Günther Wemken für die alljährliche, gute Organisation. Er appellierte an die Teilnehmer, die Prädatorenbejagung nicht zu vernachlässigen. Im Anschluss an das Schüsseltreiben boten die Hundeführer den Revierinhabern, die nicht regelmäßig ihre Baue kontrollieren an, diese bei Bedarf noch zu unterstützen.
Lutz Wemken
Hegering Rastede
Revierübergreifende Taubenjagdtage 2024
Am 20. Januar und 10. Februar 2024 fanden die jährlichen revierübergreifenden Taubenjagdtage des Hegeringes Rastede statt. Hier soll revierlosen Jägern die Möglichkeit gegeben werden, mit den Jagdausübungsberechtigten in Kontakt zu kommen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Jagd ist ein Schießübungsnachweiß Flinte, ein gültiger Jagdschein und die Mitgliedschaft im Hegering. Hegeringleiter Lutz Wemken bedankt sich ausdrücklich bei den Revierinhabern für das zur Verfügung stellen ihrer Reviere. Für diese Jagdtermine melden sich die interessierten revierlosen Jäger beim Hegeringleiter, bis spätestens eine Woche vor der Jagd, an. Dieser teilt die revierlosen Jäger den teilnehmenden Revieren zu. Die Einweisung im Revier, das Anstellen und die Freigabe werden vom zuständigen Jagdausübungsberechtigten übernommen. Nach der Jagd wird in den Revieren Strecke gelegt und die Teilnehmer haben die Gelegenheit mit den Revierinhabern den Tag Revue passieren zu lassen. Für viele revierlose Jäger ist ein solcher Jagdtag ein Highlight und es ist schön zu erleben, wie der ein oder andere hier auf dieser Jagd seine erste Taube erlegte.
Leider war die Resonanz auf die Veranstaltung nicht so wie in den Jahren vor der Coronapandemie. Es gelang nicht die Tauben flächendeckend zu beunruhigen und so fiel die Strecke an den beiden Jagdtagen nicht so aus wie bei den Jagden vergangener Jahre. Alle Beteiligten waren sich dennoch einig, dass an den revierübergreifenden Taubenjagdtagen festgehalten werden soll. Die neuen Termine für 2025 sind der 18. Januar und der 8. Februar.
Lutz Wemken
Hegering Apen
Große Taubenjagd – große Kulinarik
Am 17.2. stand die erste revierübergreifende Taubenjagd im Hegering Apen an.
Viele revierlose Jägerinnen und Jäger haben die Gelegenheit bekommen auf Tauben zu waidwerken. Im Anschluss wurde gemeinsam Strecke gelegt und bei Wildbratwurst über den Jagdnachmittag gefachsimpelt und Kontakte gepflegt.
Die Verwertung der Tauben wird auf verschiedensten Arten erfolgen. Von der klassischen Taubensuppe, über Taubenschnitzel bis hin zur asiatischen Zubereitungen, standen schon viele Ideen auf dem Plan.
Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen teilnehmenden Jägern, aber besonders bei den Revierpächtern bedanken die ihre Reviere zur Verfügung gestellt haben.
Alexander Lange
Hegering Rastede Nord
Nistkastenbau und Naturpfadführung
Am 17. Februar 2024 fand, wie in jedem Jahr, die Nistkastenbauaktion des Hegerings Rastede Nord statt. Zu dieser Veranstaltung kamen insgesamt 24 Kinder der Kindergärten Hahn-Lehmden und Heubült mit ihren Eltern und den Erzieherinnen auf den Hof von Familie Grimm ins Hahnermoor. Begrüßt wurden die Teilnehmer zünftig mit dem Jagdhornsignalen „Sammeln der Jäger“ und dem Signal „Begrüßung“. Im Anschluss daran wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe baute zunächst vorgefertigte Meisennistkästen und die andere Gruppe startete zu einem kleinen Revierbegang. Nach einem gemeinsamen Frühstück zur Stärkung wechselten die Kinder ihre Aufgaben.
Bei dem Revierbegang sollte die Neugier auf Wald, Flur und Wild geweckt werden. Hegeringmitglied Jens Martens sagte: „Wir Jäger können den Waldboden so lesen, wie ihr später Bücher“. Die Kinder suchten daraufhin, auf einem vorgegebenen Naturpfad, nach tierischen Spuren. Hierzu wurde eine kleine Wegstrecke im Waldgrundstück von Familie Grimm mit einigen Tierpräparaten, Spuren wie Federn, Eierschalen, Abwurfstangen, Knochen und Schädeln, die auch so in der Natur vorgefunden werden können, präpariert. Die Kinder und Eltern stellten sehr viele Fragen zu den vorgefundenen Exponaten und es entwickelten sich sehr interessante Gespräche.
Bei dem Bau der Nistkästen waren auch die Väter in der Pflicht ihre Sprösslinge zu unterstützen. So wurden insgesamt 26 Nistkästen erstellt. Die Kinder konnten diese mit nach Hause nehmen, um sie an geeigneten Plätzen aufzuhängen. Zusätzlich gab es noch Tipps zur Reinigung und Anbringung.
Zum Abschluss bekam jedes Kind eine Ausgabe der Zeitschrift „kinatschu“. Die Zeitschrift lädt mit ihren kindgerecht aufbereiteten Beiträgen zum Entdecken, Nachdenken und Forschen ein und vermittelt auf unterhaltsame Weise den Respekt gegenüber den Eigenschaften und Fähigkeiten der Tiere und Pflanzen.
Werner Grimm bedankte sich im Anschluss an die Aktion bei den Helfern Jens Dewenter, Hauke Grimm, Günter Schröder und Jens Martens.
Hervorzuheben ist, dass der Hegering Rastede Nord diese Aktion bereits seit 25 Jahren durchführt. Werner Grimm, der Initiator dieser Aktion, überlegte sich schon damals, wie er seinen Kindern bzw. deren Freunden und den Kindern aus der Umgebung die Natur näherbringen könne. Damit war er im Ammerland einer der ersten, die sich mit Umweltbildung auseinandersetzte. Damals wurden die Bausätze noch einen Tag vor der Aktion auf Kreissägen von den helfenden Hegeringmitgliedern selbst zugesägt. Heute werden die Bausätze von Behindertenwerkstätten oder Arbeitsloseninitiativen gefertigt und vom Hegering gekauft. Schön ist es jetzt, wenn Väter mit ihren Kindern kommen, die bereits als Kind auch schon einen Nisthilfe mit dem Hegering gebaut haben.
Die Kinder und Väter waren sich einig, dass dies eine großartige Veranstaltung war, die nicht nur den Kindern vor Augen führte, in Zukunft aufmerksamer durch Feld und Flur zu gehen.
Lutz Wemken
Hegering Rastede Nord
Falkenaugen erweitern Streuobstwiese
Am 25. Februar erweiterte die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord eine Streuobstwiese am Lammers Damm in Rastede, die schon im März 2020 von der Gruppe angelegt wurde. Da auf dem Gelände des Jagdgenossen Jürgen Klockgether noch genug Platz für weitere Bäume vorhanden war, überlegten sich die Jugendlichen kurzerhand die 40 bestehenden Obstbäume um elf weitere zu ergänzen. Zusätzlich wurden noch zehn Heidelbeersträucher gepflanzt. Auch diesmal wurden alte Obstbaumsorten verwendet. Denn gerade alte Sorten sind weniger anfällig für Krankheiten wie Obstbaumkrebs, Mehltau oder Schorf.
Unter dem Begriff „Streuobstwiese“ versteht man einen von Menschenhand angelegten Lebensraum, der damit gleichzeitig ein wertvoller Bestandteil einer artenreichen Kulturlandschaft ist. Als Streuobst bezeichnet man hochstämmige Obstbäume, die in Reihen, Gruppen oder als flächige Bestände auf Wiesen oder Äckern locker verstreut angepflanzt sind. Im Unterschied zu Obstplantagen wird Streuobst nur extensiv, also sehr pfleglich bewirtschaftet. Durch seinen stockwerkartigen Aufbau, seine Strukturvielfalt und den Verzicht auf Spritzmitteln bieten Streuobstwiesen vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Die Wiesen im Unterwuchs werden nur selten gemäht und gedüngt. Sie sind dadurch besonders arten- und blütenreich und bieten Insekten, wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen, eine reiche Nahrungsgrundlage.
Doch der Lebensraum Streuobstwiese ist bedroht. Viele Obstbäume fielen der Säge zum Opfer. Hauptursachen waren der Strukturwandel in der Landwirtschaft, die EU-Agrarpolitik und Flurbereinigungsmaßnahmen. Auch heute noch müssen Streuobstwiesen Baugebieten, Straßen oder Wochenendhäuschen weichen. Aber auch die Nutzungsaufgabe und fehlende Nachpflanzung führen langfristig zur Bestandsvernichtung. Streuobstwiesen gehören deshalb zu den stark gefährdeten Lebensräumen.
Auf ca. 1000 qm wurden 11 hochstämmige Obstbäume und zehn Heidelbeersträucher gepflanzt. Hierbei wurden überwiegend Apfelbäume der unterschiedlichsten Sorten verwendet, da sich diese sehr gut auf moorigem Boden entwickeln. Neben jedem Baum wurden ein Pfahl gesetzt, an denen die Pflanze mit einem speziellen Kokosband angebunden wurde. Eine Manschette um den Stamm der Pflanze soll verhindern, dass der Rehbock mit seinem Gehörn oder andere Wildtiere die Rinde verletzen. Auch um die Heidelbeerpflanzen wurde ein Maschendrahtkorb gesetzt, um sie vor Verbiss zu schützen.
„Die „Falkenaugen“ hatten auch bei widrigen Witterungsbedingungen wieder sehr viel Spaß bei der Aktion. Ich bedanke mich noch einmal ausdrücklich bei der Baumschule Diderk Heinje aus Jeddeloh für die Obstbäume und bei Baumschule Günther Hedemann aus Bad Zwischenahn für die Heidelbeersträucher. Beide Baumschulen haben insgesamt 250 Obstbäume bzw. Heidelbeersträucher der Jägerschaft im Ammerland für Biotopverbessernde Maßnahmen kostenlos zur Verfügung gestellt“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.
Lutz Wemken
Hegering Rastede Nord
Jahreshauptversammlung 2024
Am 12. März 2024 fand die Jahreshauptversammlung des Hegeringes Rastede Nord statt. Hegeringleiter Lutz Wemken freute sich, dass viele Hegeringmitglieder und einige Jagdvorstände der Einladung gefolgt waren. Dies macht deutlich, dass es ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl im Hegering gibt und der einzelne gut und umfangreich informiert sein möchte.
Wemken bedankte sich bei den Jagdausübungsberechtigten, die sehr viel Zeit und Anstrengungen verwenden, um die Artenvielfalt in den Revieren zu verbessern. Hierzu zählen unter anderem Biotopverbesserungsmaßnahmen, wie das Blühstreifenprogramm, Wildackeranlage, Gehölzanpflanzungen, Errichtung von Feuchtbiotopen, Grünlandextensivierungen ebenso wie auch eine verstärkte Bejagung der Prädatoren. Auch hat die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes wieder einige Naturschutzprojekte realisieren können. Besondere Projekte der Gruppe waren das große Insektenhotel bei der Gaststätte Decher in Delfshausen oder der Schwalbenturm im Göhlen.
Deutlich wurde aber auch auf die Wildtierrettung während der Mahd hingewiesen. Landwirte und Lohnunternehmer sollten gerade die Mähtermine im Mai und Juni mit den Jagdausübungsberechtigten im Vorfeld absprechen und bei jeder Mahd den akustischen Wildretter einsetzen. Leider können Rehkitze bis zur dritten Lebenswoche so nicht gerettet werden, da sich diese noch auf ihren Drückreflex verlassen. Aus diesem Grund sollten 24 Stunden vor der Mahd zwei Vergrämungsmaßnahmen pro Hektar aufgestellt werden. Bei den Vergrämungsmaßnahmen handelt es sich um knisternde Müllbeutel, die an ca. zwei Meter langen Stangen befestigt werden. Dies führt in der Regel dazu, dass die Ricke die Kitze aus der Fläche führt. Die Landwirte des Hegeringes haben mit diesem Vorgehen die Mähverluste deutlich reduziert. Sehr gute Erfolge werden auch mit dem Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras erzielt.
Der Fallwildanteil „Verkehr“ beim Rehwild lag im vergangenen Jahr bei 27 Stücken, was einem Anteil von 15% entspricht. Hier appellierte Wemken an die Jagdausübungsberechtigten wieder frühzeitig mit der Bejagung des Rehwildes an Unfallschwerpunkten zu beginnen. Aber auch die Autofahrer sollten an roten Dreibeinen, die auf Wildunfälle älteren Datums hinweisen, vorrausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit fahren. Leider nehmen auch die Unfälle mit männlichem Dam- und Rehwild zu, bei denen sich die Tiere in achtlos liegengelassener Weidezaunlitze mit ihren Geweihen bzw. Gehörnen verfangen. Wenn niemand auf diese Tiere aufmerksam wird, verenden sie meist erst nach tagelangem Kampf in diesen tödlichen Fallen. Die Jagdausübungsberechtigten aus dem Hegering appellieren an die jeweiligen Landbesitzer, diese unzerreißbaren Weidezaunlitzen und auch Rundballennetze nicht einfach achtlos im Gelände herumliegen zu lassen. Gerade für junge Damhirsche wird dies meist zur tödlichen Falle.
Auch in diesem Jahr wird der Hegering auf 48 Flächen - mit einer Gesamtfläche von 32 ha - Blühstreifen anlegen, um mehr Rückzugsflächen für die Artenvielfalt zu schaffen. Der Hegering bittet jeden Jagdgenossen, der noch Flächen hat, die mit Blühsträuchern oder einer Streuobstwiese bepflanzt werden können, sich bei dem Hegeringleiter zu melden.
Im Tagesordnungspunkt Ehrungen wurde Hans Hermann Wemken für 65-jährige, Werner Busch für 60-jährige, Gerd Baumgärtner und Gerd Heinemann für 50-jährige, Lutz Wemken für 40-jährige und Christian Cordes für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement von Werner Grimm, der seit mittlerweile 25 Jahren eine Nistkastenbauaktion mit anschließender Naturpfadführung für die Kindergartenkinder des Kindergartens Hahn Lehmden und Heubült veranstaltet.
Auch in diesem Jahr plant der Hegering wieder viele Öffentlichkeitsaktionen mit Kindergarten- und Grundschulkindern. Auf dem Terminplan stehen gemeinsame Ansitze und Naturpfadführungen. Wie in den Jahren zuvor werden den vierten Klassen der Grundschule Hahn Lehmden und Kleibrok die Waldspiele angeboten. Auch das Umweltbildungszentrum Ammerland soll weiterhin unterstützt werden.
Auf dem Bild: (v.l.) Christian Cordes, Hegeringleiter Lutz Wemken, Gerd Baumgärtner, Hans Herrmann Wemken, Werner Grimm und der Schriftfüher der Kreisjägerschaft Ammerland Hartwig Leipolt.
Lutz Wemken
Hegering Edewecht
Jahreshauptversammlung
Enormen Zulauf erfuhr die diesjährige Jahreshauptversammlung des Hegerings Edewecht am 21.03.2024 in der Gaststätte Nemeyer/Scheps. Nach protokollarischer Begrüßung und dem obligatorischen Berichtswesen wurde schließlich das Personalkarussell durch die turnusmäßige Wahl des Vorstandes und der Obleute in Schwung gebracht. So kandidierte Dr. Hans Fittje nach 11-jähriger Amtszeit an der Spitze des Hegerings nicht erneut für den Vorsitz. Stattdessen beantragte er eine Art Altersteilzeit, indem er sich zukünftig als Stellvertreter in die Belange des Hegerings einbringt und seinem Nachfolger, Daniel Bernett, mit Hilfe seines Netzwerks als Lokalpolitiker einen “weichen“ Einstieg ermöglicht.
Weiterhin schied Heidrun Budden auf eigenen Wunsch als langjährige Schrift- und Kassenwartin aus. In den zwölf Jahren ihrer Amtszeit glich sie in Sachen Zuverlässigkeit und Genauigkeit einem Schweizer Uhrwerk. Ihre Nachfolgerin ist Marlies Backhus, die bis dato stellvertretende Hegeringleiterin war. Thomas Bünting stand nach 30 Jahren für eine weitere Amtsperiode als Pressewart ebenfalls nicht mehr zur Verfügung und blickt auf eine engagierte und vielseitige Tätigkeit zurück, die allgemein Anerkennung fand. Um den geänderten Anforderungen Rechnung zu tragen, wird dieses Amt fortan in „Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit“ umgewidmet und von Anke Fockenberg bekleidet. Diese hat sich bereits in der Vergangenheit in diesem Bereich stark engagiert und soll dies zukünftig nun auch in offizieller Funktion tun. Auch Hundeobmann Frank Klein strebte keine Verlängerung des zeitintensiven Amts an. Auf ihn folgt Rene Sieger, der sogleich die Ausrichtung eines neuen Vorbereitungskurses für die jagdliche Brauchbarkeit ab April 2024 ankündigte. Für Kontinuität steht dagegen die Besetzung des Amtes des Schießobmanns. Uwe Schmidtke hat sein Pulver noch nicht verschossen und wird es eine weitere Amtsperiode ausüben.
Die Wahlen waren von einem harmonischen Verlauf geprägt, was in der einstimmigen Annahme der Wahlvorschläge zum Ausdruck kam.
Während die Vertreter der Jägerschaft Ammerland, Robert Lohkamp und Hartwig Leipold, das Plenum in erster Linie über Organisatorisches (z.B. die 75-Jahr-Feier am 24.08.2024) informierten, wies Kreisjägermeister Christian Schulze-Döring auf aktuelle politische Entwicklungen hin und erläuterte damit im Zusammenhang stehende Fragestellungen der Jagdethik.
Darüber hinaus wurde Monika Börchers zum Ehrenmitglied des Hegerings ernannt. Hans Dieter Renken, Jan-Dieter Brüntjen sowie Uwe Schmittke wurden für ihre 50jährige Mitgliedschaft geehrt. Weiterhin wurden Klaus Bruhn, Uwe Janssen, Uwe Kloppenburg und Jan Schuiver für ihre 10jährige Mitgliedschaft in der Bläsergruppe Edewecht ausgezeichnet.
Nachdem der neue Hegeringleiter die Agenda für das neue Jagdjahr skizziert hatte, wurde die Versammlung unter den Klängen des Bläsercorps schließlich beendet.
Foto: (v.l.n.r.) Daniel Bernett, Uwe Schmidtke, Rudi König, Dr. Hans Fittje, Marlies Backhus, Rene Sieger und Anke Fockenberg
Anke Fockenberg
Hegering Rastede Nord
Müllsammelaktionen 2024
Zur jährlich wiederkehrenden Müllsammelaktion hatte wieder der Ortsbürgerverein Rastedermoor am 7. April 2024 eingeladen. Es sollten sich möglichst alle ortsansässigen Vereine und Einwohner an dieser Dorfreinigungsaktion beteiligen. Auch die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „Die Falkenaugen“ hat diesen Termin schon fest in ihrem Jahreskalender integriert, denn eine solche Aktion passt genau in die Naturschutzziele, die sich die Gruppe bei ihrer Gründung gesetzt hat.
Ausgangspunkt für die Aktion war die Gaststätte Decker in Delfshausen. Die ca. 40 Teilnehmer der anwesenden Vereine und teilnehmenden Einwohner wurden vom Rasteder Ortsbürgerverein zunächst in Suchgebiete bzw. -mannschaften eingeteilt. Jede Einsatzgruppe wurde vom Veranstalter mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen ausgestattet. Dann ging es gruppenweise in die zugeteilten Einsatzgebiete. An viel befahrenen Straßen wurde der meiste Müll gefunden. Leider wird oft vergessen, dass achtlos entsorgter Müll in der Landschaft Wildtiere gefährden kann. Offene Verpackungen verleiten Tiere dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken oder gar hineinzutreten. Da Wildtiere sich nicht selbst befreien können, ersticken sie leicht daran, warnte Hegeringleiter Lutz Wemken. Vögeln können vor allem Plastikschnüre gefährlich werden, die sich leicht um ihre Beine und Füße wickeln. Auch Damhirsche verfangen sich leicht in achtlos herumliegenden Weidezaunlitzen und verenden dann oft elendig. Plastikhüllen von Zigarettenschachteln oder Süßigkeitenverpackungen sollten ebenfalls nicht liegen gelassen werden: Vögel bauen sie in ihre Nester ein, das Regenwasser kann dann nicht mehr abfließen und die Brut ertrinkt im Nest. Den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen oder ihn fachgerecht zu entsorgen, war dann auch der Apell des Hegerings.
An diesem Morgen wurden ca. zwei Kubikmeter Müll gesammelt. Oft handelte es sich um Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und -becher. Im Anschluss an die Aktion wurde in der Gaststätte Decker in Delfshausen ein kleiner Imbiss als Dankeschön an alle Beteiligten gereicht. Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ ist von der Aktion so begeistert, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei ist.
Der gemeinschaftliche Jagdbezirk Hankhausen-Kleibrok sammelte am 23. März 2024 in seinem Revier den achtlos entsorgten Müll ein. Hier wurden leider auch Kanister mit Altöl gefunden, die dem Ökosystem einen erheblichen Schaden hätten zufügen können. Wieder mal stellte sich die Frage, was sich in Leuten vor sich geht, die so etwas machen.
Großer Dank geht an den Entsorgungsbetrieb Host Bohmann aus Rastede, der den Müll wieder einmal kostenlos und fachgerecht entsorgte.
Lutz Wemken